10.11.09 Day 14
Mae Salong, 8 km, Stand 1149 km

The day began in the fresh morning air with a short walk and 718 steps, leading up to a pagoda above the village. A couple of great Cafe Lattes followed at “Sweet Mae Salong”, a serene coffee shop with a beautiful view into nature and to some hilltribe houses at the slope across the valley. In the late afternoon I brought my cooking coach Joyce to an Akha village, where she tutors kids once per week on a voluntary basis.

Die Morgennebel in den fernen Tälern passten sehr gut zur Ruhe in der frischen und kühlen Luft oberhalb des Dorfes. Der rasche Anstieg über die steile Strasse und die 718 Stufen hoch zu der Pagode, um ja den Sonnenaufgang nicht zu verpassen, brachten mich beinahe ausser Atem, genau richtig für den frühen Morgen.

Auch in Thailand herbstet es, die Blätter fallen, aber es ist mir nicht bekannt, ob die Bäume wirklich kahl werden, wie in unserem Winter, oder ob die neuen laufend nachwachsen.

Diese Frau sah ich bei meiner Rückkehr am Morgenmarkt, aus Distanz aufgenommen mit meinem Paparazzi-Zoom. Als sie mich fotografieren sah, kam sie daher und hielt die Hand auf, griff mir in die Hemdentasche und zerrte am Kamerariemen. Eine Frau schimpfte sie energisch an und gebot ihr, den Farang nicht zu belästigen. So empfand ich es mindestens.

Ein schöner Latte, beinahe wie bei Lea im Costa in Farnham, hier im Sweet Mae Salong, geführt von einem jungen Paar, das weg vom Moloch Bangkok in die Berge gezogen war. Für ein so stilvolles Cafe dieser Klasse fehlt den Landleuten das Flair, das können nur ex-Yuppies aus Bangkok.

Am späteren Nachmittag fuhr ich meine Kochlehrerin Joyce mit dem Motorrad in ein 4 km entferntes Akha-Dorf, wo sie wöchentlich einmal Nachhilfeunterricht erteilt, gratis. Sie setzte sich wegen der für sie ungewohnten Höhe des Motorrades seitlich, im Damensitz. So ein Schwachsinn, der jedoch in Asien häufig zu sehen ist. Ich hatte ein sehr ungutes Gefühl beim Gasgeben und in den Kurven. Vor der Rückfahrt bestand ich auf normales Sitzen, sagte, sie habe zwei Möglichkeiten, entweder richtig zu sitzen oder im Dunkel zurück zu gehen, ich fahre ohne sie. Die Drohung war wirkungslos, sie lachte nur, dann bringe sie eben jemand vom Dorf zurück. Und so war es dann auch.

So sehen die “Häuser” in den Dörfern der ethnischen Minderheiten üblicherweise aus ….

…. und so, wenn eine Tochter mit einem Bankangestellten aus Malaysia verheiratet ist, ein dreigeschossiges gemauertes Haus wird nebenan für die Familie gebaut.

Der Unterschied zwischen den Akha und den Thais, oder hier in Mae Salong der chinesischen Mehrheit, ist frappant. Sie waren sicher über Jahre benachteiligt – Bildung, Infrastruktur, medizinische Versorgung, etc. – und sind es vielleicht noch heute, aber Tradition, Trägheit oder Fatalismus behindern auch ihren Willen, die Situation zu verbessern.

Weitere Fotos meiner Reise sind hier http://picasaweb.google.com/houdini49 in mehreren Picasa-Alben (zum Ansehen der Fotos auf das entsprechende Albumbild clicken).
Further photos of my trip are here http://picasaweb.google.com/houdini49 in various Picasa albums (click on the respective album picture to see the photos).