07.11.09 Day 11
Chiang Rai, 80 km, Stand 967 km

A roundtrip into the valley of Kok River (Nam Kok) ended, after diversions, as originally planned, up on one side, down on the other. I did not see the “motorcycle bridge” as indicated in the GT Riders’ map and I just went on, thought there was to be an end somewhere and then it was early enough still to turn around. On the way down I found the bridge, and back it went on the right side. It was another great biking day, one of many.

Der BMW Z5 gehört Eddie aus Puerto Rico, am Tisch rechts, dabei sind auch Lisbeth und Mikko aus Perth, die beiden von “Rottnest to Rotterdam” mit ihrem Landcruiser, auf die ich vor 6 Wochen in Mae Sariang und Pai gestossen war. Ich sah sie kurz bevor sie vor meinem Guest House um die Ecke bogen und rief ihnen nach. In der Zwischenzeit waren sie 2 Wochen weg, in Bali und zuhause in Australien wegen eines neuen Buches der Schwester. Kohle muss vorhanden sein, bei den Aussies und bei Eddie, der hier in Chiang Rai wohnt und alle 3 Monate für 3 Wochen sein Haus in Atlanta, USA, besucht. Wir wissen nun vieles über ihn, wie er sein Geld verdiente und noch verdient, wie viele Zimmer und Bäder seine beiden Häuser haben und welche Autos er sonst noch besitzt und was für ein guter Mensch er doch sei. Er erinnerte mich etwas an den Schulhausbauer, obwohl ich in Burma mangels neuer Zuhörer von alten Geschichten verschont blieb. Von den beiden Weltenbummlern konnte ich diesmal nicht viel erfahren und sie nicht von mir.

In Ruammit führte das Aus- und Einsteigen der Passagiere zu Stau an dem Elefanten-Bahnhof.

Es war ein rechter Rummel im Dorf, ein grosser Reisebus mit älteren Israelis, fast nur Paare, die meisten Frauen mit schlampigen Frisuren, dicken Bäuchen und in geschmacklosen Kleidern. Ich fragte nicht, woher oder was sie seien, vielleicht ein Kegelklub. Es war aber auch eine grössere Gruppe einer Schule da, und nach den Gesichtern der flotten Teens zu schliessen, fanden sie den Elefantenritt mega geil.

Und wieder ein schöner Ausblick, bei dem ich nicht widerstehen konnte.

Nachdem die Strasse längst in einen Dreckweg übergegangen war, hielt ich beim einzigen Laden weit und breit an und fragte, ob ich denn hier über die Berge nach That Ton käme, was der Typ dort bejahte. Nein, eine Brücke gäbe es nicht hier, Sapan = Brücke, ich suchte das Wort aus dem Wörterbuch. Also weiter statt retour, wenn die in der Landkarte eingezeichnete Töffbrücke schon nicht existierte. Hoch am Berg, weg vom Hauptfluss, wusste ich an einer Weggabelung nicht weiter, und es war niemand zum Fragen da, also zurück.

Nahe dieser eingestürzten Brücke über den Nebenfluss sagte mir der erste, den ich fragte, es gehe da hoch wo ich hergekommen sei. Zur Absicherung wartete ich auf den nächsten, der dann über die Brücke zeigte. Nach der Durchfahrt durch den Bach erklärte mir ein Bauer, es gehe dort nach oben, wo ich schon war, und er zeigte mit Daumen und Zeigefinger eine Weggabelung und deutete mir, die linke Richtung zu nehmen. Das musste die Gabelung sein, an der ich vorher war. Wieder retour durch den Bach, nass bis zum Schritt vom Hochspritzen, verliess mich der Mumm und ich fuhr den Nam Kok nach unten, auf dem Weg, den ich gekommen war.

Ich sah erst später auf einer Foto, dass die Brücke bei meiner Hinfahrt noch gestanden war. Sie muss also innert etwa einer Stunde eingebrochen sein, vermutlich durch eine schwere Ladung Kies, deren Rest noch auf der Brücke liegt. Der Wagen ist anscheinend von der Brücke weggekommen, nicht stecken geblieben. Das Bild hier ist ein stark vergrösserter Ausschnitt.

Eine Ortstafel animierte mich, ab der Strasse ins Dörfchen zu fahren und siehe da, hier ist die Motorradbrücke.

Es war positiv, dass ich die Brücke bei der Hochfahrt nicht gesehen hatte, denn sonst wäre ich nie so weit in das Tal und so hoch auf den Berg gefahren. Auf der anderen Seite des Flusses Nam Kok war der Weg zuerst recht ruppig, aber immer Fun, ging dann in eine anständige Naturstrasse und kurz vor dem Ende des Tals wieder in eine sehr schöne asphaltierte Strasse über.

Der Polizist hier vor dem Clock Tower, dem Pendant zum Berner Zytglogge in Chiang Rai, sperrt zusammen mit Hunderten von Kollegen die Hauptstrasse für die Durchfahrt der Frau des Kronprinzen mit Gefolge. Es waren eine Limousine und einige Minivans, vermutlich mit Bodyguards, Polizeiautos vor und hinter dem Konvoi. Die Prinzessin besuchte verschiedene Orte der Stadt, auch die Pagode bei meinem Guest House. Ich hatte mich am Morgen noch gewundert, warum da überall Polizisten und Soldaten herum standen.

Ich ging gegen Abend mit meiner Paparazzi-Linse auf Pirsch an den Busbahnhof. Die einzige Jagdbeute war dieses Schulmädchen mit Handy, also auch hier schon bei den Kindern, nicht nur den Teenagers.

Weitere Fotos meiner Reise sind hier http://picasaweb.google.com/houdini49 in mehreren Picasa-Alben (zum Ansehen der Fotos auf das entsprechende Albumbild clicken).
Further photos of my trip are here http://picasaweb.google.com/houdini49 in various Picasa albums (click on the respective album picture to see the photos).