01.11.09
Today was a real gluttony day, I had no choice, as I attended a cooking class where we cooked 5 dishes and we eat them all, the last for dinner. The day began at 6.30 am with a visit to the morning market to buy all the ingredients. The dishes were fried noodles with tofu and vegetables, green chicken curry, Thai salad with pork, yellow tofu curry, and pumpkin with sweet coconut milk for dessert.

Als wir um 9 Uhr im Restaurant der Kochlehrerin ankamen, hatte sie die gemeinsam um 06:30 im Morgenmarkt gekauften Gemüse und Kräuter bereits schön angeordnet, wie als Vorlage für ein Still-Leben eines alten Holländers.

Wir kochten 5 verschiedene Gerichte, die wir am Vorabend ausgewählt und besprochen hatten. Wir waren nur 2 Kochschüler, eine Frau im mittleren Alter aus Quebec, Canada, aufgewachsen in Frankreich, wohnhaft in Indien. Sie arbeitet als Kinderbetreuerin, aus eigener Tasche finanziert, im Winter in Orissa, im Sommer einige Monate in einem Dorf bei Leh in Ladakh, auf 3500 m.ü.M.

Unsere Lehrerin Joyce legte mit ihrer Helferin die Zutaten jedes Gerichtes auf Bananenblättern bereit und erklärte, was alle waren und weshalb sie im Rezept dabei seien. Dann war es an uns Trainees, zu schälen, zu schneiden und zu hacken, alles schön gemäss Anleitung. Nach dem mis-en-place verschoben wir uns jeweils vom Restaurant in die Küche und es ging ans Kochen. Das Bild oben zeigt die Zutaten für ein vegetarisches Pad Tai, gebratene Nudeln mit Tofu und Gemüse.

Als erstes wurden die Cashew Nuts gold-braun geröstet, in reichlich Palmöl, das aber anschliessend grösstenteils zurück gelehrt wurde, nicht dass Leser glauben, alles Öl sei für die Nudelbraterei verwendet worden.

Das zweite Gericht war Gaeng Keaw Wan Gai, grünes Curry mit Huhn, natürlich auch mit Gemüse, vorwiegend weisse runde Auberginen von etwa 4 cm Durchmesser und ganz kleine grüne Auberginen, etwas in der Grösse von Kichererbsen. Die letzteren wachsen an Tratten, ähnlich wie Trauben.

Ein Blick in die Küche, die Vegetarierin Nathalie am Kochen von gelbem Tofu Curry.

Fliessendes Wasser gibt es nur draussen auf der Veranda, eher einem Söllergang, direkt aus einem PVC-Rohr mit Industriehahn. Von Zeit zu Zeit wird eine grosse Kunststoff-Wanne mit Wasser gefüllt und von dort nach Bedarf in einen Krug geschöpft und in die Küche gebracht. Das Geschirr wird auf dem Söller gespült, das Abwasser über das Geländer in den Garten gegossen.

Joyce und ich sind hinter Gittern, aber nicht im Knast, aufgenommen von aussen durch das Küchenfenster. In der Pfanne köchelt das Dessert, Kürbis in Kokosnussmilch, gesüsst mit Palmzucker, sehr lecker.

Den Yellow Tofu Curry und das Dessert konnten wir nicht mehr essen, der Bauch war nach 3 Gerichten zu voll. So assen wir es dann am Abend aufgewärmt zum Znacht, nach der langsamen Abkühlung und dem wieder Aufkochen schmeckte das Curry vielleicht noch besser, wie in meiner Kindheit die Eintöpfe aus dem Ofenrohr oder wie die Gerichte der Crocky-Blogger.

Während der gesamten Kurszeit von 09:00 bis 15:00 kam nicht ein einziger Gast ins Restaurant, was uns Schülern recht sein konnte. Ich genoss den Tag sehr und bin froh, einen Kochkurs nicht in Chiang Mai belegt zu haben, bei dem, wie ich auf Werbefotos sah, ein halbes Dutzend Personen in Reihe am Kochen sind.

Joyce’s Restaurant „Ban Bon Doi“, in dem der Kochkurs stattfand. Als Begleitmusik zum Rüsten und Kochen hörten wir ab CDs sanfte ruhige Musik, teils auf traditionellen Thai Instrumenten gespielt, teils von Thai singer song writers, teils westliche Cafe Bar Musik.

Die 5 Rezepte werde ich in nächster Zeit der Reihe nach in meinem Kochblog vorstellen.

Lichterfest

Jetzt, beim Schreiben dieses Beitrags – es ist 18:30 und bereits dunkle Nacht- sitze ich an einem überdachten Bambussitzplatz auf Stelzen, über dem zügig fliessenden Wasser des kleinen Flusses Nam Ruak, der Thailand und Myanmar in Mae Sai trennt. Er ist nur etwa 20 m breit, kein Wunder also, dass sich in Thailand so viele illegale Einwanderer aus Myanmar aufhalten. Ein kleines Flösschen schwimmt vorbei, etwa 20 cm Durchmesser, mit einem flammenden Lichtlein und glimmenden Räucherstäbchen oben drauf. Etwas weiter unten am Fluss wird Feuerwerk abgebrannt. Heute, in der 9. Vollmondnacht nach buddhistischem Kalender, ist Feiertag, das Lichterfest, wie vor 2 Jahren bei den 4000 Islands in Laos mit Hunderten von Lichtschiffchen auf dem Mekong.

Nachtrag 06:15 am nächsten Tag: Bei meinem Rundgang ins Städtchen, zum Nachtessen, sah ich Hunderte von Leuten mit dekorierten Schiffchen, mit je einer Kerze drauf, zum Fluss gehen, um diese dann achtsam dem Wasser zu übergeben. Am Bootssteg und an einer zugänglichen Böschung standen die Leute Schlange, bis sie an die Reihe kamen. In der Nähe der zwei „Einschiffungsstellen“ verkauften Händler Flösschen an diejenigen, die keine Lust oder keine Zeit hatten, selbst eines zu basteln. Im Sortiment waren auch papierene Heissluftballons. An Marktständen wurden gegrillte Spiesschen mit Fleisch, Wurst oder kleinen Klössen feilgeboten. Im Laufe des Abends waren Hunderte der etwa einen Meter hohen Heissluftballons am Himmel zu sehen, hochgehoben durch zünftige Feuerchen im unten angebrachten Drahtring. Sie schwebten weit hoch und waren noch lange zu sehen. Manche hatten unten an einer Schnur Feuerwerk angebunden, das kurz nach dem Start in nicht allzu grosser Höhe als Sternenregen losging.

Weitere Fotos meiner Reise sind hier http://picasaweb.google.com/houdini49 in mehreren Picasa-Alben (zum Ansehen der Fotos auf das entsprechende Albumbild clicken).
Further photos of my trip are here http://picasaweb.google.com/houdini49 in various Picasa albums (click on the respective album picture to see the photos).