A woman of the Akha ethnic minority in her traditional garb at the Mae Salong morning market.

Summary of recent days

27.10.09
Flights Yangon – Bangkok – Chiang Mai

28.10.09
Start of my 2nd motorbike trip, this time with a newer Kawasaki 250cc
Chiang Mai – Chiang Dao – Arunothai – Doi Ang Khang, 186 km

29.10.09
Around Doi Ang Khang (1500 to 1900 m above sea level), 29 km, Stand 215 km
30.01.09
Doi Ang Khang – dead end at a check-point, no way through restricted territory – Fang -Tha Ton – Doi Mae Salong, 138 km, Stand 353 km

31.10.09
Roundtrip to Toen Thai, 63 km, Stand 416 km
The 58 km road from Mae Salong, a Chinese village in Thailand where I am staying now, to Thoen Thai and back is world class biking territory, bend after bend, always up and down. On the way I stopped at a tea plantation and processing factory, quite interesting. Thoen Thai, formerly named Ban Hin Taek, was in the sixties and seventies the headquarter of infamous drug warlord Khun Sa, who controlled a large area in the Golden Triangle and supplied heroin exceeding the total consumption of the USA.

Mae Salong ist ein langes Strassendorf in den Bergen mit wenigen von der Strasse entfernt liegenden Häusern. Die Mehrheit der Bewohner sind Chinesen, Nachfahren der Kuomintang-Soldaten, die nach der Machtübernahme durch die Kommunisten aus China geflüchtet sind. Auch ein Teil der Akha, die in primitiven Siedlungen um Mae Salong leben, sprechen Chinesisch, diese kamen aber früher hierher. Ihre ersten Siedlungen entstanden zu Beginn des letzten Jahrhunderts. Das Chinesisch der Akha verstehe ich besser als das der Dorfbewohner, ich habe in den 17 Jahren seit unserem Wegzug aus Taiwan ohnehin das meiste vergessen.

Bei dieser Teeplantage und -verarbeitung verblieb ich für etwa eine Stunde. Am Eingang zur Fabrikationshalle stand gross “STAFF ONLY”, aber eine Frau winkte mich zu meiner Freude herein.


Die frisch gepflückten Teeblätter müssen zuerst welken. Dies geschieht traditionell durch Auslegen auf Matten, wie wir es während der 3-Tageswanderung sahen, oder wie hier in Drehöfen durch leicht erwärmte Luft beschleunigt (oben links). Die gewelkten Blätter sind noch feucht. Der Arbeiter gab mir einige Blätter, ich roch daran, mit anerkennendem Smile, und er deutete mir, ich solle sie kauen. Sie schmeckten recht interessant, würde man bei Wein sagen (oben rechts). Die Ofenladung wird in einen Beutel aus kräftigem Tuch gegeben und auf einer Maschine stark zugedreht, gepresst (mittig links). Die Kugeln sind sehr hart und recht schwer, von dem was der Mann sagte verstand ich nur 15, vermutlich kg schwer (mittig rechts). In Maschinen werden die Teeballen lange Zeit gequetscht. Die untere Scheibe dreht sich, die Ballen werden im Kreis abgerollt. Ein Teil des Saftes tritt aus, was die Oxidation beschleunigt und dadurch den Geschmack des Tees verändert. Durch gezieltes Quetschen werden verschiedene Charakteristiken des Tees erreicht.

Pflückerinnen warten im Fabrikhof auf ihren Einsatz. Sie waren bereits bei meiner Ankunft da und warteten nach einer Stunde immer noch auf das komplette Abtrocknen des Morgentaus. Gepflückt werden die oberste Spitze und die nächsten 2 Blätter der Zweige.

In dieser Gegend wird hauptsächlich Tee der Art “Oulong” hergestellt. Oulong oder Oolong wird nur teilweise fermentiert, d.h. die Oxidation wird durch das anschliessende Trocknen abgebrochen. Grüntee ist praktisch unfermentiert und hat einen etwas grasigen Geschmack, während der bei uns übliche Schwarztee voll ausfermentiert ist und rötlich wird. Der Aufguss von Oolong ist gelb, heller oder dunkler und verschieden im Geschmack, je nach Fermentationsgrad.

An der Strasse stehen viele Speicher mit getrockneten Maiskolben. Reis wird hier, wegen der hohen Lage, sehr wenig angebaut und nur Bergreis mit Trockenaussaat in Schräglage, keine Reisterrassen.

Stördrescher mit mobilen Dreschmaschinen, angetrieben mit Dieselmotoren, fahren von Bauer zu Bauer, von Speicher zu Speicher. Die Riesenberge von entkernten Kolben werden als Brennstoff wieder in die Speicher zurückgegeben.

Es wird kalt hier im Winter, sogar jetzt ist es am Morgen und am Abend zu kühl, um ohne Windjacke oder Pullover draussen zu sitzen. Auf 1600 m.ü.M. in Doi Ang Khang, meiner letzten Station, hatten sie letztes Jahr Frost, Raureif und Eis auf den Strassen.

Zwei der Wunderkurven auf der schön gebauten Strasse. Reisen per Motorrad ist wirklich super, die Fahrt von A nach B wird zum Genuss, ich kann anhalten, wo immer ich will. Die Alternative ist ein voll gepferchter Pick-up, der an den schönsten Stellen vorbeifährt.