22.10.09
I never really wanted to go there, but taking advantage of car sharing I finally did visit the famous Cave at Pindaya with its thousands of golden Buddha images. The visit was successful to kill time and money, and I would rather skip this than Angkor, although the scenery was nice.
In der Bergwand oberhalb von Pindaya sind in einer Kalksteinhöhle tausende goldener Buddhas in allen Grössen abgestellt wie in einer unebenen Lagerhalle, ein weiteres Beispiel von auf Abwege gelangter Religiosität, Auswuchs einer irrigen Interpretation des Buddhismus. Die Buddhas wurden mehrheitlich von Leuten aus Myanmar gespendet, aber auch aus aller Welt, Dr. Schreiber aus Germany, Mr. Yamamoto aus Japan, usw., sogar Schweizer, die Tafeln an den Figuren zeugen davon. Ein Buddha-Labyrinth gibt es auch, kein Witz, angeschrieben “Maze”.
Aussen vor der Höhle ist eine grosse Anlage mit 3 gedeckten Aufgängen gebaut worden, sogar einen Lift mit Glasverschalung gibt es hier, dafür haben sie Geld, vielleicht von den 3$ Eintrittsgeld für Ausländer.
Als ich einmal fallen liess, das Zutrittsgeld an den Inle See gehe wohl zur Militärregierung in die Hauptstadt und werde nicht vor Ort investiert, wurde mir beruhigend gesagt, nein, das Einziehen des Zutrittsgeld sei unter direkter Aufsicht des zweithöchsten Generals im Land. “Wenn Du den Inle See nimmst, dann will ich Bagan und Fritz kann den Golden Rock haben.” So läuft doch hier der Hase.
Die Landschaft um Pindaya wird auch Burmesische Schweiz genannt, nicht abwegig beim obigen Bild, nur wäre bei uns anstelle des Bergreises ein Weizen- oder Rapsfeld. Die Fahrt im Auto des Besitzers des Guest Houses, gefahren von seinem Sohn, war lang, dauerte für die 92 km gut 2.5 Stunden, auf dem Rückweg wegen eines festgefahrenen LKWs noch länger.
Der Fahrer und sein Helfer montierten eine schwere Welle mit Kreuzgelenk, die sie dabei hatten, als Differentialsperre zwischen die hinteren Antriebsräder, aber die Räder drehten weiter durch. Nach etwa einer Stunde Wartezeit liessen sie E Tut den Wagen zwischen LKW und Büschen durch den Matsch zirkeln und rutschen.
Die beiden deutschen Frauen verdienen volle Anerkennung für ihre Leistung, super, grossartig. Sie hatten die Räder vor der Reise über Internet in Mandalay gemietet und fuhren von dort über Meiktila, Thazi und Kalaw nach Nyaung Shwe an den Inle See, wo sie auch im Aquarius Guest House untergebracht waren. Hier sind die beiden auf dem Weg nach Pindaya, wir noch am Warten. Wir sagten, vielleicht würden wir uns am Abend in einem Guest House in Pindaya wieder treffen, falls der LKW nicht frei käme. Alternativstrassen gibt es keine, diese hier ist die Landstrasse, auf der Karte rot und fett eingezeichnet.
Das kleine Mädchen schmiegt sich an den schützenden Rockzipfel oder dicken Bauch der Mutter. Hier, vor einer kleinen Hütte, machten wir Rast, tranken Tee und assen frittiertes Knabberzeug aus gestampften Bohnen, Reismehl und Wasser.
Weitere Fotos meiner Reise sind hier http://picasaweb.google.com/houdini49 in mehreren Picasa-Alben (zum Ansehen der Fotos auf das entsprechende Albumbild clicken).
Further photos of my trip are here http://picasaweb.google.com/houdini49 in various Picasa albums (click on the respective album picture to see the photos).

2 Kommentare
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Oktober 23, 2009 um 8:47 vormittags
Helen
Landschaftlich sehr schön, aber die Realität ist ernüchternd!
Oktober 24, 2009 um 4:03 vormittags
Erich
Ich zitiere hier aus Helen’s Email. Es trifft meine Meinung, und ich kann alles bestätigen, auch das mit den Spitzeln überall. Die Mönche und das Militär haben das Heu nicht auf der gleichen Bühne, aber beide sind Schmarotzer der Gesellschaft:
Zitat Es ist schon traurig zu sehen, wie arm die Leute sind, wie einfach sie leben, die Dreckstrassen und daneben diese Buddhas, Pagoden und Tempel, wo Geld hingeschmissen wird in der Hoffnung auf bessere Zukunft. Erinnerst Du dich an die zweispurige getrennte Autobahn zum Flughafen in Mandalay und an den leeren modernen Flughafen? Oder die neue Hauptstadt? Militär und Religion haben das Volk völlig im Griff. Ich habe kürzlich auf ARTE eine Reportage gesehen, die war auch ziemlich ernüchternd. Mit Aussagen von Burmesen wurde berichtet, wie die Regierung sich nach den Tropensturm Nargis verhalten hat. Oft sagen die Leute nichts, weil sie ANGST haben, wenn sie etwas sagen, dass sie geschlagen werden oder ins Gefängnis kommen. ZB die Aussage eines Bauern, der klagte, sie hätten wohl Reis für die Aussaat bekommen, aber der wachse nicht gut, weil er überhaupt nicht geeignet sei für ihren Boden. Auch diverse andere Aussagen schienen mir glaubwürdig. Die Militärs sind mit sich selber beschäftigt und mit der Kontrolle des Volkes. Spitzel seien überall !
Da bleibt nur die Hoffnung auf die versprochenen Wahlen im nächsten Jahr, dass danach etwas mehr für das Volk übrig bleibt. Ende Zitat