14.-16.10.09
These 3 days I hiked with my guide Sue and porter/cook Chi Hle from Kalaw to Indein at the Inle Lake, from where we returned by boat to Nyaung Shwe. The first 2 days we each hiked for 5-6 hours, on the last day for 4 hours, stops not counted.

Die Wanderung führte durch verschiedene Geländeabschnitte, Wald, Hügel, Ebenen, über Bäche und durch Reisfelder wie hier.

Morgens um 5 Uhr fuhren wir als Passagiere mit 2 Motorrad-Taxis die 68 km nach Kalaw, wo wir mit den jungen Motorradfahrern frühstückten. Sie wollten auf dem Rückweg keine Touristen mitnehmen, weil es zu hell sei. Ausländer dürfen in Myanmar werde selber ein Auto oder ein Motorrad führen, noch hinten auf einem Motorrad mitfahren. Bei unserer Fahrt war es anfangs noch dunkel und bei den Check-Points schaute ich auf die andere Seite.

Zusammen mit unserem wegkundigen Koch Chi Hle aus Kalaw kauften wir auf dem Markt Reis, Nudeln, Gemüse, Gewürze und Wasser ein, Fleisch liessen wir sein, es verderbe unterwegs. Am 2. Tag konnten wir in einem Dorf neue Nahrungsmittel einkaufen.

Für die erste Mittagsrast bezogen wir die Küche dieser Frau. Chi Hle liess mich beim Rüsten und Kochen nicht mithelfen, auch Sue durfte nur Gemüse schneiden. Das Essen während der Wanderung war immer hervorragend, wobei der Appetit nach einem anstrengenden Tag natürlich grösser war als sonst.

Das Timing hätte nicht besser sein können. Kurz vor dem ersten Übernachtungsort trafen wir auf Eisenbahnschienen, die aussahen, als wäre seit 20 Jahren kein Zug mehr gefahren, aber es fahren pro Tag 2 Züge, je einer in jede Richtung. Die Wagen schwankten Furcht erregend, Helen würde vermutlich seekrank. Das Zugfahren ist günstiger als der Bus, dauert aber viel länger. Touristen erzählten von einer 7-stündigen Bahnfahrt für 58 km. Bei Nyaung Shwe fährt der Zug früh am Morgen ab und ist erst am Abend des nächsten Tages in Yangon, ohne Schlafwagen.

Nebst dem Herumsitzen ist das Spazieren eine der Hauptaktivitäten der Mönche. Die Einheimischen sehen es nur teils so, aber für mich sind die vielen Mönche in Myanmar eine Plage, mit Ausnahme der meisten Klosteräbte sind die anderen nichts als Schmarotzer.

“Im Frühtau zu Berge wir ziehn, fallera ….” hätte ich singen können. Wir hatten in einem Haus einer Bauernfamilie übernachtet. Nach ausgiebiger Nachtruhe, ich nenne es bewusst nicht Schlaf, mit nur einer Decke zwischen dem Holzboden und den Knochen, und einem reichlichen Zmorge ging es am Morgen des 2. Tages um halb 8 weiter.

Die Landschaft änderte auf der Strecke nicht stark, aber doch merklich. Der Weg war angenehm zu Gehen, nie sehr steil nach oben oder unten, nur am ersten Tag war es wegen des Regens in der Nacht vorher hin und wieder etwas glitschig und matschig.

Chi Hle beim Kochen des Mittagessens am 2. Tag, wieder in einem Bauernhaus. Hier sind Feuertöpfe auf Tischhöhe angeordnet, sonst waren es offene Feuerstellen am Boden mit eisernen Dreibeinen für die Pfannen und Woks. Der Rauch zieht ohne Kamin gegen die Decke, schwarzes Gebälk und Küchenwände zeugen von jahrelanger Berussung. Erstaunlicherweise kam der Rauch nie gegen das Gesicht, die Augen brannten nie.

Für die 2. Nacht waren wir in einem Kloster. Ganz anders als im Kloster, in dem Rolf das Schulhaus bauen lässt, herrscht hier Disziplin unter den Novizen. Bei unserer Ankunft waren sie am Reinigen des Holzbodens im grossen Hauptraum. Dazu schoben alle 7 Novizen aufgerollte Tücher vor sich her, auf allen Vieren, in Laufrichtung der Bodenbretter hin und her für etwa 15 Minuten.

Der Tagesablauf der Novizen sei hier wie folgt: Tagwache um 5 Uhr, beten und chanten bis 6 Uhr, den Boden reinigen, Essen abholen im Dorf, jeden Tag bei einer anderen Familie, etwa 20 Minuten pro Weg, Frühstück, Besuch der öffentlichen Schule im Dorf, Essen gegen Mittag, Abstinenz ab 12 Uhr bis zum nächsten Morgen, ausser Wasser oder Tee, Schule bis etwa 15:30, Boden reinigen, Platz wischen (siehe oben), lautes Auswendiglernen von Texten, ein bisschen Rumhängen, beten und chanten, schlafen. Wenn Touristen da seien laufe am Abend der Generator, und der Obermönch lasse einen Video abspielen, bei unserem Besuch einen koreanischen Spielfilm, zu dem auch gegen 20 Buben, aber keine Mädchen, aus dem Dorf herkamen, sich mit Taschenlampen den Weg leuchtend.

Das Kloster Hti Daet am frühen Morgen, vor Sonnenaufgang.

Am 3. Tag war es mehrheitlich sonnig, nur unterbrochen von einigen Wolkenfeldern, während der 2. Tag recht schattig war, ideal zum Wandern, schlecht für das Fotografieren.

Eines der jungen Hirten-Mädchen, die auf eine etwa 60 Kühe zählende Herde aufpassten.

In dieser Gegend grasen die Kühe auf Wiesen, wie bei uns, nur wo es flach sei und alles mit Äckern und Reisfeldern belegt wären die Kühe im Wald. Zum Thema Wald- oder Wiesenkuh: Der Kompost aus Kuhdung sei besser und teurer von Wiesenkühen, weil sie Gras frässen, die Waldkühe frässen Blätter von den Sträuchern und das sei schlechter. Noch weniger gut und deswegen günstiger sei Kompost aus Dung der Wasserbüffel. Das erzählte mir ein Gemüsebauer, der etwas Englisch konnte, teils übersetzt durch Sue. Er hatte vor seinem Haus einen grossen Haufen Kuh-Dünger, es sah fast aus wie unser Kompost, wie schwarze Erde. Als ich ihm sagte, wir hätten früher, zu Zeiten des Plumpsklos, die Hausgülle in den Gemüsegarten gegeben, lachte er laut, sagte, ja, die Bananenstauden neben seinem Toilettenhäuschen würden fantastisch gedeihen, aber niemand ässe diese Bananen. Jetzt hat er seinen Freunden über die Schweiz etwas zu erzählen. :-)

Der erste Ausblick zum See, nahe unseres Ziels Indein. Es sind sehr viel mehr Häuser verstreut in der Ebene als wir je vom Boot aus sehen.

Kurz vor Indein, ein gelb blühendes Sesam-Feld hinter Bambus.

Weitere Fotos meiner Reise sind hier http://picasaweb.google.com/houdini49 in mehreren Picasa-Alben (zum Ansehen der Fotos auf das entsprechende Albumbild clicken).
Further photos of my trip are here http://picasaweb.google.com/houdini49 in various Picasa albums (click on the respective album picture to see the photos).

Diesmal ist es der Mühe wert, die Bilder anzuschauen.