10.10.09
A big yearly festival took place at Indein on Oct 10 and 11, a reason to visit it again, and it was worth going there.
Mönche aus allen Klostern kommen einmal jährlich nach Indein, um von der Bevölkerung Reis entgegenzunehmen. Auch die Leute aus allen Dörfern am See und aus den Bergen kommen her und bringen ihre Gaben für die Mönche. Am ersten Nachmittag ab 14 Uhr gehen etwa Tausend Mönche in Einerkolonne langsam den langen gedeckten Säulengang von den Stupas auf der Anhöhe hinunter zum Dorf und sammeln ungekochten Reis ein. Die Mönche und die Leute bleiben über Nacht, da die Mönche erst am Morgen des zweiten Tages “gefüttert” werden können. Mönche dürfen von Mittag bis zum nächsten Sonnenaufgang nichts essen, das gilt immer, nicht nur am Festival.
Die Besucher lagern nach Dörfern gesondert in abgetrennten Buchten. Die Frauen in schwarzer oder dunkelblauer traditioneller Kleidung und mit einem farbigen Tuch auf dem Kopf sind von der Volksgruppe der Pao aus den Bergdörfern.
Es waren mehrere Tausend Besucher anwesend, am Ort, den ich 3 Tage vorher fast menschenleer vorgefunden hatte. An vielen Marktständen wurden Waren angeboten wie auf einem Jahrmarkt. In mehreren Buden, verhängt mit Tüchern, damit nur die Zahlenden etwas sehen konnten, wurden an Fernsehgeräten bescheidener Grösse Filme vorgeführt, in höchster Lautstärke, nicht Movies aus Hollywood, sondern koreanische, chinesische und thailändische Soaps/Serien mit burmesischen Untertiteln.
An unzähligen Garküchen wurde Essen zubereitet, ja, richtige Restaurants waren hingestellt worden, wie dieses hier, wo Su und ich unseren Lunch einnahmen.
Besucher auf dem Weg nach Hause oder zu abseits gelegener Unterkunft für die Nacht.
Auch die Novizen, vielleicht von einem näher gelegenen Kloster am See, fahren bis zum nächsten Morgen zurück, ziehen die eigene Matratze dem harten Lager am Boden vor.
Auf dem Weg nach Indein war die Leistung des Bootsmotors abgefallen und eine gut dreiviertelstündige Zwangspause in einer am See liegenden Werkstätte wurde fällig, ein kleines Motorenteil wurde ersetzt und am Antrieb wurde geschweisst, dann lief das Boot wieder auf vollen Touren.
Die jungen Mönchlein, Novizen genannt, verhalten sich wie normale Buben, lachen und machen Seich und kaufen sich hier am Jahrmarkt Kunststoff-Gewehre und -Pistolen, wie auf Fotos im Picasa gezeigt wird.
Der Menschenstrom nimmt kein Ende, fast wie an der Olma-Herbstmesse in St.Gallen.
Am Ende diesmal Grau statt Grün. Auf der Rückfahrt zum Kreisstädtchen Nyaung Shwe war im Westen eine mich überwältigende Stimmung am Himmel, Sonne, Wolken, in den Hügeln Regen. Ein schöner Ausklang der Fahrt. Der Ausklang des Tages war wieder sehr mühsam, das Internet sooo furchtbar langsam, das Aufrufen der leeren Google Site dauerte 4 Minuten, ein Email senden ebenso, und da soll ich einen neuen Post in den Blog stellen und x Fotos ins Picasa uploaden! Geduld ist gefragt. Diese zu haben lerne ich nicht, aber ich akzeptiere ohne lautes Knurren die Warterei, was bleibt mir anderes.
Weitere Fotos meiner Reise sind hier http://picasaweb.google.com/houdini49 in mehreren Picasa-Alben (zum Ansehen der Fotos auf das entsprechende Albumbild clicken).
Further photos of my trip are here http://picasaweb.google.com/houdini49 in various Picasa albums (click on the respective album picture to see the photos).

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