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Motorradtour 1, Tag 7, letzter Tag
Pai nach Chiang Mai, 140 km
Total der 1. Motorradtour 1073 km

Ein Superpass von 95 km Länge, alles durch Wald, prägte die heutige Etappe, beginnend in Pai und endend in der Ebene vor Chiang Mai. Die weiteren etwa 45 km waren flach und geradeaus, am Anfang je 2 Spuren pro Seite wie Autobahn, aber ohne so gute Fahrbahnen wie auf den Autobahnen in Europa. Ab bebautem Gebiet war es etwas mühsam mit dem Verkehr, aber so ist es halt in Städten, am Schluss stop-and-go. Der Pass war wieder fantastisches Biken zum Abschluss, meist zügig zu fahren, doch auch mit einer rechten Anzahl Haarnadelkurven. Teils war die Strasse mit Bitumenbatzen durchsetzt, streckenweise auch recht holprig wegen der Flicken, insgesamt aber hammer, mega, geil zu fahren. Während 10 Minuten zählte ich die entgegenkommenden Autos, es waren 8 Stück, also kein Verkehr. Einmal begegnete ich einem Konvoi von 12 Minivans, alle in gleicher silberner Farbe und fast gleiche Modelle. Wer das wohl war? Weiter erwähnenswert scheinen mir eine Rinderherde mitten auf der Strasse, kein Alpabzug, sowie die Kuhfladen auf der Strasse, wie bei einer Alpstrasse. Heimweh kriegte ich deswegen jedoch nicht.

Der Mann hat einen Vogel. Es ist ein Tourist aus Bangkok, der nebst Familie auch seinen Vogel mitnahm. Er muss wohl sehr sicher über seine Anhänglichkeit sein, dass er ihn offen rumträgt. Er warnte mich vor den gefährlichen Strassen hier am Pass, die Kurven seien eng. Dass es in der Schweiz viele Bergstrassen hat und ich mich daran gewöhnt sei beeindruckte ihn wenig. Entweder hatte er Angst, kein Wunder bei jemandem aus der Grossstadt, oder er dachte an die Fahrweise der Thais.

Des Vogel-Thais Bruder, mit einer Canon EOS umgehängt, nötigte mich zu posieren.

Im Spiegel sehen meine Haare nie so grau aus!!!

Endloser Wald wie kaum in der Schweiz zu finden, und wenn, dann nicht in diesem Grün.

Hier ass ich Lunch, Reis und Stücke von den schön saftigen speckigen Schweinshaxen, rechts im Bild, mit säuerlicher und leicht scharfer Sauce.

Die Stadt mit dem vielen Verkehr und dem Lärm ist nicht meine Welt. Schade, dass es vorbei ist, aber am Dienstag fliege ich ja mit Rolf nach Burma, wo es geruhsamer zugeht als hier, vor allem dann im Bergdorf. Morgen ist wieder Zahnarzt angesagt. Ich werde die 3 Kronen einzementiert kriegen und alle Unebenheiten zwischen den Zähnen werden beseitigt, damit ich wieder Zahnseide benutzen kann, was ich diese Woche nicht durfte. Nach dem Kontrollbesuch am Montag wird hier über die Zahnarzt-Episode abschliessend berichtet.