Von Cao Bang nach Ba Be Lake
Tacho-Stand 615 km

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1 Reparaturstop, Zündkerze wegerodiert (Kenny)

Mein Frühmorgen-Kaffee neben dem Hotel, vor 7 Uhr. Oh Schreck, es regnet, die Strasse ist nass.

Zu diesem Zeitpunkt wissen wir noch nicht, dass es die restlichen 4 Tage fast andauernd regnen wird, dass es zu schweren Ueberschwemmungen kommt, die sogar am Schweizer TV in der Tagesschau gezeigt werden. Wir sind noch voller Hoffnung.

Auf dem Weg zum nahe liegenden Markt.

Der stolze Vater präsentiert seinen Sohn.

Der heutige Tag hat seinen Namen mehr als verdient, es regnete während unseren 130 km nur zweimal, mit einem kurzen Unterbruch. Die Strassen waren aber in ausnehmend gutem Zustand, durchwegs asphaltiert, nur mit einigen kurzen Passagen mit roter Erde auf der Strasse. So kamen wir recht zügig voran, nur etwas verlangsamt durch Rachel, die vorher noch nie im Regen gefahren war.

Der Reparaturhalt gab uns Gelegenheit für einen Kaffee, während die Wirtin ein Gemüse rüstete, das sie die längste Zeit immer wieder mit neuem Wasser knetend reinigte.

Mein am Morgen gekaufter Regen-Poncho mit Ärmeln bewährte sich in einem Aspekt, ich schwitzte nicht darunter wie in meiner Regenjacke, da er auf der Seite offen ist. Allerdings riss ich beim Ausziehen bereits den rechten Ärmel ab. Bei einem Preis von gut 2 Franken kann man auch nicht viel mehr erwarten.

Ja, es regnete heute nicht nur für uns.

Jetzt sitzen wir auf der Veranda eines Stelzen-Hauses bei einer Bauernfamilie, wo wir die Nacht verbringen werden. Direkt vor dem Hof liegen Reisfelder und links sehen wir den Anfang des Ba Be Sees. Das Dorf liegt inmitten des Ba Be Nationalparks.

Blick von unserer (schöneren) Veranda auf das Nebenhaus.

Meine Schlafstelle im Wohnraum der Familie, das Moskitonetz noch oben. Leintuch und Kissenanzug sind frisch gewaschen und riechen frisch. Die “Wolldecken“ sind leider aus schlechten Kunstfasern und ich habe nur die Wahl zwischen leichtem Schwitzen oder Frieren. Mein leichter Seidenschlafsack verschont mich vor altem Schweiss und/oder Wanzen und Floehen. In den SAC-Huetten in den Schweizer Bergen werden die Decken ja auch nicht jede Woche gewaschen.