12.11.09 Day 16
Lake above Mae Suai – Chiang Mai, 221 km, Stand 1490 km

On my second last day with the bike I drove from the beautiful lake back to Chiang Mai. The first 10 km were great, and the 53 km across the mountains between the main road and Phrao were just stunning. The photographic highlight was a stop at field where people were threshing rice, see the corresponding Picasa album.

Links, das war meine Hütte, wo ich übernachtete, eine traumhafte Lage und ebensolcher Ausblick. An solchem Ort könnte ich einige Tage bleiben, ohne Probleme. Strände am Meer können auch schön sein, aber die sind in Thailand nicht so ruhig, so einsam, so touristenleer wie hier, die muss man suchen, aber es gibt sie schon noch, wie beispielsweise mein „Privatstrand“ auf Ko Chang vom vorletzten Jahr.

Das ist (beinahe) der Blick von meinem Frühstückstisch, von der Landkuppe, auf der das Guest House steht, in Richtung Norden. Wäre es nicht so sonnig und heiss dort in der Hütte, könnte dies durchaus ein Standort für einen Eremiten sein.

Eines der letzten Bergdörfer auf meiner diesjährigen Reise, was ja letzteres schon bedeutet, dass es nicht meine letzte Reise in diese Gegend ist. Es gibt auf der Landkarte noch so viele kleine Strassen, die mit dem Motorrad befahren werden können, und jetzt, da ich den Mut dazu gewonnen habe, kann es irgendwann wohl noch sein. Ich bin ja anfangs mehrheitlich den roten fett eingezeichneten Strassen gefolgt, aber nachdem ich den Reiz der kleinen Strassen kostete, darf es auch etwas mehr sein. Heute würde ich den gelben dünnen und den gestrichelten folgen, quer durch das Gemüse, mit einem neueren Motorrad auch allein. Von den dünneren gibt es im nächsten Bericht zu lesen, von meiner Runde nördlich von Chiang Mai.

Wunderbares Biker Terrytory, saubere breite Strassen, kein Verkehr.

An der Strasse sah ich ein Dutzend abgestellte Mopeds, oder mehr, immer ein Grund anzuhalten, denn da sind Leute am Arbeiten, da ist etwas los. Es wurde Reis gedrescht. Die auf dem LKW montierte Dreschmaschine frass so viel Reisbüschel, dass die Leute kaum genügend nachreichen konnten, kein Wunder waren so viele Arbeiter(innen) dabei. Einige Fotos lud ich auf ein separates Album hoch. Ich fand es super, so nah dabei zu sein. Ich denke, trotz der Lichtverhältnisse, es war High Noon, gelangen illustrative Fotos, über die ich mich freue.

In der Ebene, hier nahe der Stadt Phrao, waren wieder Reisfelder ohne Ende. Das Gelb war genau so wie auf dem Bild. Ich dachte beim Knipsen, alle würden denken, ich hätte die Farben verändert oder die Kamera habe so unnatürlich aufgenommen. Deshalb, weil es so brutal kräftig dunkelgelb leuchtete, konzentrierte ich mich, mir die Farbe genau einzuprägen, und es war wirklich so, wie auf der Foto.

Na ja, jetzt sind wir wieder im Verkehr, fertig lustig. Der nächste Tag aber, der allerletzte mit der Kawa, wurde nochmals ein absolutes Wunder, die ganze Palette von allem, was ich während des Bike Trips bezüglich Strasse erlebt hatte. Ich kurvte im Norden von Chiang Mai 159 km in den Bergen umher, auch gerade und langweilig in der Nähe der Stadt, natürlich. Ich werde hier berichten und Fotos ins Picasa hochladen.

Weitere Fotos meiner Reise sind hier http://picasaweb.google.com/houdini49 in mehreren Picasa-Alben (zum Ansehen der Fotos auf das entsprechende Albumbild clicken).
Further photos of my trip are here http://picasaweb.google.com/houdini49 in various Picasa albums (click on the respective album picture to see the photos).

11.11.09Day 15
Mae Salong – Stausee bei Mae Suai, 120 km, Stand 1269 km

Slowly it got time to move closer to Chiang Mai. Getting more courage day by day, I decided for a route across the mountains on an unpaved road, not passable during rainy season, as it said on the map for the thin marked roads. After some difficulties to find the correct one, I swallowed dust for a while, then got onto a road construction site, then onto a bumpy track through the forest, and finally down to a beautiful valley and a long lake, a water reservoir with a dam. The cabins I saw were irresistibly nice and made me stay there for the night.

Überladene Pickups sah ich viele, aber dieser ist der schönste von allen. Das sind weder LKWs noch Busse, aber für beides werden sie eingesetzt, obwohl sie ein Chassis haben wie SUV, fast wie normale Personenwagen. Ein Range Rover oder der Toyota Landcruiser von Hans und Elisabeth sind stabiler gebaut. Ich zählte schon 24 Personen in einem solchen Pickup und bin überzeugt, dass dies nicht rekordverdächtig ist. Das Bild nahm ich übrigens vom fahrenden Töff aus auf.

Das Bild ist harmlos. Etwas weiter unten sah ich nichts hinter diesem Auto, schluckte Staub und musste es unbedingt überholen. Nach dem Überholen war die Sicht nach vorne klar, aber hinter mir war nichts ausser Staub, sogar nur von meiner Kawasaki, ich sah das Auto nach 50 Metern nicht mehr. Der Staub war 5-10 cm tief, ohne Witz.

Die Strasse über den Berg wird massiv ausgebaut. Es ist erstaunlich, wie viel gebaut wird und wie viele Berggebiete heute mit sehr guten Strassen erschlossen werden.

Nur wenige Kilometer weiter sah die gleiche Strasse so aus. In zwei Jahren ist sie vielleicht auch so breit wie die neue weiter unten.

Wieder 10 km weiter auf der anderen Seite der Berge sind sie ebenfalls daran, die Strasse breit hochzuziehen, wie das Bild zeigt. Ich fuhr nicht zwischendurch abseits in den Wald, nein, ich befand mich die ganze Zeit auf der gleichen Strasse.

Nicht nur gegen das Tal, sondern auch ganz oben waren häufig landwirtschaftlich genutzte Gebiete im bewaldeten Berggebiet.

Talabwärts wurde die Nutzung vielfältiger, wie hier mit dieser Teeplantage.

Hier im Tal sind wieder Reisfelder für Wasserreis, also beim Setzen geflutete Parzellen. Es herbstet auch hier, der Reis ist bereits geerntet/geschnitten, die aufgeschichteten Garben warten auf die Dreschmaschine.

Wer isst wohl all den Reis? Rechts ist geschnitten, die Garbenbüschel liegen auf den etwa 20-25 cm hoch belassenen Stoppeln, das grosse Feld links ist sicher auch bald reif zur Ernte.

Hier konnte ich nicht widerstehen, musste zur Übernachtung bleiben, so schön war sie, die Stimmung am zum See gestauten Fluss.

Die Touristen aus Bangkok, Thailänder mit chinesischem Ursprung, vermutlich bereits in x-ter Generation in Thailand, aber untereinander immer noch chinesisch sprechend, fuhren kurz später weg. Ich war der einzige Gast in dieser Nacht. Die Gastgeber sprachen kaum ein Wort English. Als ich Essen bestellen wollte, fragte, ob sie Fried Rice hätten oder Nudeln oder sonst was, sagte der Sohn, Sorry, wait please. Es wurde mir ein herrlich gebratener Fisch aus dem See mit Reis gereicht. Das Frühstück wurde mir ohne Frage zubereitet Ein Congee (Reisbrei) mit Fleischstücklein und verschiedenen Schälchen mit Zutaten zum Beigeben wurde hingestellt, Eat please. Ich glaube, ich hatte noch nie ein so gutes Congee, weder im Sheraton in Seoul, wo ich während fünf Monaten regelmässig Congee zum Frühstück ass, noch im Landmark in Bangkok oder anderswo, wo es auch sehr gut war.

Die kleine Tochter der Chinesen, herkunftsgerecht angekleidet, posierte, ii, oer, san, click, gelächelt hat sie trotzdem nicht.

Am Abend ging ich nach dem Telefongespräch mit Helen die paar Stufen hinunter, zum Floss mit den jungen Leuten. Welcome und eine einladende Handbewegung hiessen mich willkommen. Es waren zwei junge Männer, Li, der Sohn des Hauses, mit langen Haaren und Tattoos auf dem linken Arm und je einer Spielkartenfarbe, also Heart, Spade, Club and Diamond, auf je einem Fingerrücken der rechten Hand, Pon, ein Freund aus dem 10 km entfernten Mae Suai, mit anständigem Haarschnitt, und Kop, eine Frau mit dunkelviolett oder beinahe schwarz lackierten Nägeln. Kop sprach recht gut Englisch, die beiden Burschen nicht. Kop und Pon sind ein Paar, unverheiratet, wie sie sagte. Er ist 24 und sie 32. Pon’s Familie besitzt einige Songthaews (Pickups) und macht Busdienst zwischen Mae Suai und Chiang Rai, Pon fahre einen, es sei sein Job. Kop sei zuhause, habe den Vater gepflegt, als er länger krank war, sie suche wieder einen Job in einem Büro, sie habe vorher in der Buchhaltung einer Firma in Chiang Mai gearbeitet, aber wegen des Vaters Krankheit die Stelle aufgegeben.

Sie tranken Whisky, Kop Wasser, sie möge Alkohol nicht und fahre dann zurück. Als mein Bierglas leer wurde, gaben sie mir von ihrem Whisky. Wir sprachen mit Übersetzung durch Kop über alles mögliche und stiessen eifrig an und sagten Chon Kwuae, „Anstossen Glas“ wörtlich. Als die Flasche beinahe leer war, sagte Pon zu Li, ….. Farang (Ausländer) und auf Nachfrage sagte Kop, Pon habe Li gesagt, sie seien beide voll und er solle den Rest dem Farang eingiessen, der sei noch nüchtern. Letzteres traf nicht ganz zu, aber ich den Vorteil des späteren Beginns gehabt.

Ich freue mich und bin glücklich, Erlebnisse zu geniessen, die „normale“ Thailandreisende nie und nimmer erleben.

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10.11.09 Day 14
Mae Salong, 8 km, Stand 1149 km

The day began in the fresh morning air with a short walk and 718 steps, leading up to a pagoda above the village. A couple of great Cafe Lattes followed at „Sweet Mae Salong“, a serene coffee shop with a beautiful view into nature and to some hilltribe houses at the slope across the valley. In the late afternoon I brought my cooking coach Joyce to an Akha village, where she tutors kids once per week on a voluntary basis.

Die Morgennebel in den fernen Tälern passten sehr gut zur Ruhe in der frischen und kühlen Luft oberhalb des Dorfes. Der rasche Anstieg über die steile Strasse und die 718 Stufen hoch zu der Pagode, um ja den Sonnenaufgang nicht zu verpassen, brachten mich beinahe ausser Atem, genau richtig für den frühen Morgen.

Auch in Thailand herbstet es, die Blätter fallen, aber es ist mir nicht bekannt, ob die Bäume wirklich kahl werden, wie in unserem Winter, oder ob die neuen laufend nachwachsen.

Diese Frau sah ich bei meiner Rückkehr am Morgenmarkt, aus Distanz aufgenommen mit meinem Paparazzi-Zoom. Als sie mich fotografieren sah, kam sie daher und hielt die Hand auf, griff mir in die Hemdentasche und zerrte am Kamerariemen. Eine Frau schimpfte sie energisch an und gebot ihr, den Farang nicht zu belästigen. So empfand ich es mindestens.

Ein schöner Latte, beinahe wie bei Lea im Costa in Farnham, hier im Sweet Mae Salong, geführt von einem jungen Paar, das weg vom Moloch Bangkok in die Berge gezogen war. Für ein so stilvolles Cafe dieser Klasse fehlt den Landleuten das Flair, das können nur ex-Yuppies aus Bangkok.

Am späteren Nachmittag fuhr ich meine Kochlehrerin Joyce mit dem Motorrad in ein 4 km entferntes Akha-Dorf, wo sie wöchentlich einmal Nachhilfeunterricht erteilt, gratis. Sie setzte sich wegen der für sie ungewohnten Höhe des Motorrades seitlich, im Damensitz. So ein Schwachsinn, der jedoch in Asien häufig zu sehen ist. Ich hatte ein sehr ungutes Gefühl beim Gasgeben und in den Kurven. Vor der Rückfahrt bestand ich auf normales Sitzen, sagte, sie habe zwei Möglichkeiten, entweder richtig zu sitzen oder im Dunkel zurück zu gehen, ich fahre ohne sie. Die Drohung war wirkungslos, sie lachte nur, dann bringe sie eben jemand vom Dorf zurück. Und so war es dann auch.

So sehen die „Häuser“ in den Dörfern der ethnischen Minderheiten üblicherweise aus ….

…. und so, wenn eine Tochter mit einem Bankangestellten aus Malaysia verheiratet ist, ein dreigeschossiges gemauertes Haus wird nebenan für die Familie gebaut.

Der Unterschied zwischen den Akha und den Thais, oder hier in Mae Salong der chinesischen Mehrheit, ist frappant. Sie waren sicher über Jahre benachteiligt – Bildung, Infrastruktur, medizinische Versorgung, etc. – und sind es vielleicht noch heute, aber Tradition, Trägheit oder Fatalismus behindern auch ihren Willen, die Situation zu verbessern.

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08.11.09 Day 12
Chiang Rai – Doi Mae Salong, 89 km, Stand 1056 km

09.11.09 Day 13
Offroad to Toet Thai, 85km, Stand 1141km

Finally I got the courage to try an off-road route, from Mae Salong directly across the mountains to Toet Thai, the village of the former drug and war lord Khun Sa. The owner of Shin Saen Guest House told me, yes, it was possible. It was a great ride, he said, but difficult and steep down the hill at the beginning, and a dream thereafter. And so it was. From Toet Thai I went on along the road to a village near the border to Burma, where the road ended, and I returned along the main road to Mae Salong. A great day it was.

Hier war es schon wieder gemütlich und angenehm, und ich konnte aufatmen, denn die schwierige Abfahrt in das Tobel war hinter mir, der Genuss begann, great single trail biking, wie ich es nur mit dem Mountain Bike erlebt hatte, mit dem Motorrad noch nie.

Beim Zurückgeben der Kawasaki sagte mir Lan, bei dieser Abfahrt seien schon viele gestürzt, er hätte schon Motorräder dort abholen müssen, weil sie zu defekt waren nach den Stürzen. Da war ich mit mir wieder zufrieden. Wie die, die mich kennen, wissen, brauche ich die Bestätigung vielleicht mehr als andere. Dieses Übel hat mir geholfen, in der Schule, im Studium und im Berufsleben oft oder meist mein bestes zu geben, aber es brachte mich ab und an, selten, auch dazu, Dummheiten zu machen und crazy risks einzugehen, zB Solo-Klettertouren als Teenager in den Kreuzbergen, die direkte Abfahrt entlang des Skilifts am Tanzboden, mit Sturz und gebrochenem Alu-Ski, oder die Schussfahrt im Brüeltobel, bei der ich hätte den Rücken brechen können, hätte der Rucksack mich nicht geschützt. Und da waren nicht mal Mädchen dabei, denen ich hätte Eindruck machen wollen.

Hier war es dann bereits wieder Strasse, wenn auch nicht asphaltiert, aber doch breit und nicht mehr so spassig. Ich kam an einigen gottverlassenen Dörfern vorbei, wobei der Ausdruck in Betracht der Kirchlein, die ich fast in jedem Dorf sah, unpassend ist; die christlichen Missionare haben erfolgreich gearbeitet. Es fällt auf, dass das Christentum dort Fuss gefasst hat, wo es der Bevölkerung verhältnismässig schlecht ging oder noch geht. Das Christentum wurde und wird heute noch mit Hilfeleistung missioniert und nachher werden die Leute genötigt, zu konvertieren, aus verlangter Dankbarkeit oder um die Hilfe weiter zu erhalten. Na ja, ist immer noch besser als mit dem Schwert. Meines Wissens fokussierten die Missionen ihre Aktivitäten auf die ethnischen Minderheiten, die Hilltribes, und waren nur dort erfolgreich.

Diese Frau, vermutlich Akha, ass am gleichen Tisch wie ich ihre Nudelsuppe. Sie schaut nur hier auf dem Bild etwas böse, war sonst ganz nett und lächelte, die alte Geschichte, für ein Foto lächelt man nicht.

Ein Bild, das ich festhalten musste, solche Ausblicke mag ich. Habe ich Anlagen zum Eremiten?

Bewundernswert, wie die Bauern hier die Hänge bearbeiten und nützen.

Beim ersten Blick auf den Schulhof im zweitletzten Dorf vor dem Ende der Strasse und der Grenze sah ich nur kauernde Kinder von hinten. Was machen die wohl? Aha, kommandiertes Zähneputzen, als Schulung oder als tägliche Routine nach dem Essen konnte ich nicht in Erfahrung bringen.

Thailändische Gastfreundschaft. Ich kurvte etwas im allerletzten Dorf umher, bis ich auf diesen kleinen Shop stiess und eine Sojamilch kaufte. Ich sass auf dem einzigen Stuhl, als der junge Mann ankam und sich einen Papaya-Salat zubereitete, aus grüner, unreifer Papaya, interessant, ein Gratis-Kochkurs für mich. Er stellte das kleine Tischchen auf, und ich stand auf, damit er sich setzten könne. Er aber gab mir Chopsticks und gebot mir, mich zu setzen, ass stehend und forderte mich zum Mitessen auf. Der Salat schmeckte mir, ich wollte ihm aber nicht zuviel wegessen und sagte „eem“ (satt) und deutete auf meinen vollen Bauch. Die Gastfreundschaft und die Herzlichkeit der Leute hier auf dem Land, in den Bergen, sind sehr beeindruckend und sollten unsereins ein Vorbild sein.

Im Dorf, unmittelbar neben dem Shop mit meinem Papaya-Salat-Gastgeber.

Zum Abschluss ein Bild einer Teeplantage, weil es so schön grün ist.

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07.11.09 Day 11
Chiang Rai, 80 km, Stand 967 km

A roundtrip into the valley of Kok River (Nam Kok) ended, after diversions, as originally planned, up on one side, down on the other. I did not see the „motorcycle bridge“ as indicated in the GT Riders’ map and I just went on, thought there was to be an end somewhere and then it was early enough still to turn around. On the way down I found the bridge, and back it went on the right side. It was another great biking day, one of many.

Der BMW Z5 gehört Eddie aus Puerto Rico, am Tisch rechts, dabei sind auch Lisbeth und Mikko aus Perth, die beiden von „Rottnest to Rotterdam“ mit ihrem Landcruiser, auf die ich vor 6 Wochen in Mae Sariang und Pai gestossen war. Ich sah sie kurz bevor sie vor meinem Guest House um die Ecke bogen und rief ihnen nach. In der Zwischenzeit waren sie 2 Wochen weg, in Bali und zuhause in Australien wegen eines neuen Buches der Schwester. Kohle muss vorhanden sein, bei den Aussies und bei Eddie, der hier in Chiang Rai wohnt und alle 3 Monate für 3 Wochen sein Haus in Atlanta, USA, besucht. Wir wissen nun vieles über ihn, wie er sein Geld verdiente und noch verdient, wie viele Zimmer und Bäder seine beiden Häuser haben und welche Autos er sonst noch besitzt und was für ein guter Mensch er doch sei. Er erinnerte mich etwas an den Schulhausbauer, obwohl ich in Burma mangels neuer Zuhörer von alten Geschichten verschont blieb. Von den beiden Weltenbummlern konnte ich diesmal nicht viel erfahren und sie nicht von mir.

In Ruammit führte das Aus- und Einsteigen der Passagiere zu Stau an dem Elefanten-Bahnhof.

Es war ein rechter Rummel im Dorf, ein grosser Reisebus mit älteren Israelis, fast nur Paare, die meisten Frauen mit schlampigen Frisuren, dicken Bäuchen und in geschmacklosen Kleidern. Ich fragte nicht, woher oder was sie seien, vielleicht ein Kegelklub. Es war aber auch eine grössere Gruppe einer Schule da, und nach den Gesichtern der flotten Teens zu schliessen, fanden sie den Elefantenritt mega geil.

Und wieder ein schöner Ausblick, bei dem ich nicht widerstehen konnte.

Nachdem die Strasse längst in einen Dreckweg übergegangen war, hielt ich beim einzigen Laden weit und breit an und fragte, ob ich denn hier über die Berge nach That Ton käme, was der Typ dort bejahte. Nein, eine Brücke gäbe es nicht hier, Sapan = Brücke, ich suchte das Wort aus dem Wörterbuch. Also weiter statt retour, wenn die in der Landkarte eingezeichnete Töffbrücke schon nicht existierte. Hoch am Berg, weg vom Hauptfluss, wusste ich an einer Weggabelung nicht weiter, und es war niemand zum Fragen da, also zurück.

Nahe dieser eingestürzten Brücke über den Nebenfluss sagte mir der erste, den ich fragte, es gehe da hoch wo ich hergekommen sei. Zur Absicherung wartete ich auf den nächsten, der dann über die Brücke zeigte. Nach der Durchfahrt durch den Bach erklärte mir ein Bauer, es gehe dort nach oben, wo ich schon war, und er zeigte mit Daumen und Zeigefinger eine Weggabelung und deutete mir, die linke Richtung zu nehmen. Das musste die Gabelung sein, an der ich vorher war. Wieder retour durch den Bach, nass bis zum Schritt vom Hochspritzen, verliess mich der Mumm und ich fuhr den Nam Kok nach unten, auf dem Weg, den ich gekommen war.

Ich sah erst später auf einer Foto, dass die Brücke bei meiner Hinfahrt noch gestanden war. Sie muss also innert etwa einer Stunde eingebrochen sein, vermutlich durch eine schwere Ladung Kies, deren Rest noch auf der Brücke liegt. Der Wagen ist anscheinend von der Brücke weggekommen, nicht stecken geblieben. Das Bild hier ist ein stark vergrösserter Ausschnitt.

Eine Ortstafel animierte mich, ab der Strasse ins Dörfchen zu fahren und siehe da, hier ist die Motorradbrücke.

Es war positiv, dass ich die Brücke bei der Hochfahrt nicht gesehen hatte, denn sonst wäre ich nie so weit in das Tal und so hoch auf den Berg gefahren. Auf der anderen Seite des Flusses Nam Kok war der Weg zuerst recht ruppig, aber immer Fun, ging dann in eine anständige Naturstrasse und kurz vor dem Ende des Tals wieder in eine sehr schöne asphaltierte Strasse über.

Der Polizist hier vor dem Clock Tower, dem Pendant zum Berner Zytglogge in Chiang Rai, sperrt zusammen mit Hunderten von Kollegen die Hauptstrasse für die Durchfahrt der Frau des Kronprinzen mit Gefolge. Es waren eine Limousine und einige Minivans, vermutlich mit Bodyguards, Polizeiautos vor und hinter dem Konvoi. Die Prinzessin besuchte verschiedene Orte der Stadt, auch die Pagode bei meinem Guest House. Ich hatte mich am Morgen noch gewundert, warum da überall Polizisten und Soldaten herum standen.

Ich ging gegen Abend mit meiner Paparazzi-Linse auf Pirsch an den Busbahnhof. Die einzige Jagdbeute war dieses Schulmädchen mit Handy, also auch hier schon bei den Kindern, nicht nur den Teenagers.

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05.11.09 Day 9
Chiang Khong – Pu Chi Fa mountains – Ban Huak – Thoen – Chiang Rai, 261 km, Stand 887 km

Not as planned in the town of Chiang Kham I ended the day, but in Chiang Rai, as I craved a real nice bed wit 2 sheets and warm blanket after the cold nights in my windbreaker under thin PES blankets in Chiang Kong, and I wanted to cure my sinusitis or light cold.
Around 120 km, nearly half of the day’s mileage, was awesome biking and great scenery, first along the Mekong, then the Phu Chi Fa mountain range along the border to Laos.

06.11.09 Day 10
Chiang Rai, 0 km, Stand 887 km

Recovring from a cold, blogging and taking it easy, for a change.

Der Mekong vom südlichen Ufer, über dem Fluss liegt Laos.

Kurz nach dem Start leitete mich das GPS von der Hauptstrasse weg. Ausserhalb des Ortes wurde die Strasse breit und schön und neu, mit gelber Leitlinie in der Mitte, also doch OK. Plötzlich, nach den letzten Häusern eines Dorfes, sehe ich geradeaus nur Büsche und eine abwärts führende Karrenspur. Vollbremsung, not so easy ohne ABS, ich kam aber nach etwas Schleudern auf dem Karrenweg zum Stillstand. Das GPS zeigte immer noch geradeaus in die Büsche, wohin ich aber nicht wollte, also rechtsumkehrt und eine Umfahrung suchen, ab auf eine Nebenstrasse. Siehe, kurz nachher zeigte das GPS in Richtung S und ich folgte ihm kreuz und quer über Feldwege, bis eine angezeigte Linksabzweigung in den hohen Mais führte, der Weg vermutlich untergepflügt. Also wieder alles retour, 12 km bis zur grossen Hauptstrasse, GPS prüfen, aha, es war auf „kürzeste Strecke“ gestellt. Ändern in „kürzeste Zeit“ brachte mich erleichtert entlang der Hauptstrasse weiter. Nach einem grossen Bogen kam ich wieder in die Nähe des Mekong und sah auf dem GPS meine vormalige Spur gar nicht weit entfernt auf der anderen Seite des kleinen Zuflusses. Kürzer wäre es dort durch gewesen, hätte die Brücke schon gestanden.

An solchen Orten könnte ich stundenlang verweilen, tu es ab und an auch, aber an diesem Tag wollte ich weiter, in die Berge.

Mit den Wochen stumpfte ich ab, hielt nicht mehr an jedem zweiten Reisfeld, aber schön ist das Zusammenspiel der verschiedenen Farbtöne halt doch immer wieder.

Ein Stück Land ausgeebnet und Folienhäuser drauf. Hoffentlich sieht es in 10 Jahren hier nicht so aus wie in Spanien oder den Berghängen an der ligurischen Küste.

Fast wie in dem schweizerischen Alpenvorland, nur mit etwas anderem Baumbestand, und wärmer, vor allem jetzt im November. :-)

In einer Region waren wieder viele Kohlfelder, teils ganze Abhänge voll gepflanzt, oft aufgestapelter Kohl am Strassenrand, bereit zum Abtransport. Ich sah aber auch Frauen mit Hutten, hoch beladen mit Kohl, der Strasse entlang gehen.

Auch weitab in der Pampa sind die wichtigeren Schilder zweisprachig beschriftet.

Hier, im Dorf Lao U, drängte mich ein Mann, unbedingt den weiteren Weg über Ban Huak zu wählen, weil ich dann an dem „wonderful waterfall“ Pusang vorbei käme, ob ich diesen denn nicht sehen wolle? Es lohnte sich wirklich, schöne Kurven, schöne Gegend, den Wasserfall schaute ich bei der Durchfahrt an, Gas wegnehmen, kein Grund anzuhalten.

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04.10.09 Day 8
Chiang Khong, 17 km, Stand 626 km

A sinusitis made me take a rest day in Chiang Khong at the Mekong. I have it, probably, from riding in T-shirt and shirt, without jacket. The temperature is not as high up in the north as in Bangkok, for example, or at the beaches. At night I felt very cold under the two thin polyester blankets, that cold that I put on my pants and jacket as pajamas.

I wondered what the buckets were for, lined up at the shore of the river. At the first visit I saw nothing but sand in them. Did somebody cultivate little crabs or snails in them? The answer I got in the evening, bean sprouts are grown in the buckets. A bucket with sprouts and sand is transferred to a basket and the sand is washed off. The quantity of sprouts per bucket is surprisingly high, as can be seen in the photos.

Was ist wohl nebst Sand in den Eimern? Sie sind unmittelbar am erodierenden Sandufer des Mekongs aufgestellt.

Sorgfältig wird die oberste Sandschicht in die Eimer gefüllt. Sind darin kleine Schnecken oder Larven, die in den Kesseln gross wachsen? Sehen konnte ich es nicht, der Mann verstand meine Frage nicht, und die zugedeckten Eimer wollte ich nicht abdecken und im Sand wühlen.

Beim zweiten Besuch gegen Abend wurde die Sache klar, Bohnen keimen im Sand und Sprossen wachsen im Dunkel des Sandes schön weiss und gelblich heran, nicht grün wie am Licht. Es dauere im Sommer, bei warmem und schönem Wetter, 2 Tage von der Bohne bis zur verkaufsfähigen Sprosse, jetzt, bei der kühlen Temperatur und dem wolkigen Himmel 6 Tage.

Eine Kundin kommt vom laotischen Ufer des Mekongs zum Einkauf.

Ein Kessel mit Sand und Sprossen wird in den Bambuskorb geschüttet und im Wasser des Mekong wird der Sand ausgewaschen. Mehrmaliges Waschen und Spülen ist nötig, um die Sprossen komplett vom Sand zu befreien. Darauf werden die Sprossen in den grossen Kunststoffkorb der Käuferin geschüttet.

Noch ein Eimer, dann ist der Korb voll. 5 Eimer mit Sand und Sprossen waren nötig, um den Korb zu füllen.

Man nimmt es genau, es wird abgewogen, ein bisschen dazu, wieder ein bisschen weg, stimmen muss es. Die Frau bezahlte nur 100 Baht (rund 2 Euro) für die grosse Menge an Bohnensprossen. Sie muss wohl eine Händlerin oder von einem Restaurant sein.

… und ab, zurück nach Laos.

In den am Ufer vertäuten Fischfarmen wird eine Art Catfish gemästet, mit 2 Auswüchsen an der Lippe, eine Welsenart. Es dauere ein Jahr von der Aussetzung der Jungfische bis zum Schlachtgewicht von etwa 2 kg. Jeden Tag werde zweimal gefüttert, nach Augenmass, das Kilo bringe auf dem Markt um die 150 Baht (rund 3 Euro).

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02.10.09 Day 6
Doi Mae Salong – Doi Tung – Mae Sai, 90 km, km-Stand 506 km
Mae Sai is the northernmost town of Thailand, and a bridge crosses over to Tachilek in Myanmar. The trip was good biking, always mountainous until the outskirts of Mae Sai. The road often led very close along the border to Myanmar. At two checkpoints I was asked for the passport, but I had left it as security at the bike rental. A color copy of the two main pages was to my surprise accepted.

03.10.09 Day 7
Mae Sai – Saeng Chiang – Chang Khong, 103 km, Stand 609 km
It was mostly flat and not really interesting, with the exception of the last hill before the Mekong River, where Myanmar, Laos and Thailand meet. The 3 country point is now called the Golden Triangle, however, the entire region of former poppy cultivation, opium and heroin production in the 3 countries is the infamous Golden Triangle. My accommodation here is a wood and bamboo hut overlooking the Mekong.

Bergig war die Fahrt zwischen Mae Salong und Mae Sai, flach wurde es erst am Rand von Mae Sai. Ich wählte die Route über den Doi Tung, den Flaggenberg, so benannt, weil lokaler Fürst im 13. Jhdt. auf dem Berg eine Pagode bauen und eine riesengrosse Flagge hissen liess, die man von seiner Residenz im 50 km entfernten Mae Cham aus gesehen haben soll. Gross war sie vermutlich, aber kaum so gross wie die Schweizer-Fahne, die diesen Sommer an Stahlseilen über die Felswand am Säntis gehängt wurde.

Tourismus wie in der Schweiz auch hier! Am Doi Tung sind ein Royal Palace und ein gepflegter Park, die Besuchern gegen Entgelt offen stehen. Busladungen werden hergekarrt wie zur Schwägalp, um beim appenzellischen Vergleich zu bleiben. Die „Princess Mother“, Mutter des Königs Bumiphol, baute die Sommerresidenz für sich und weilte bis zu ihrem Tod 1995 auch oft da. Sie war in dem Glauben oder hatte die Hoffnung, die Bevölkerung hier im hohen Norden würde durch die königliche Präsenz und Identifizierung eher der Aufforderung Folge leisten, den Anbau von Schlafmohn aufzugeben und auf normale Landwirtschaft zu wechseln. Sie hat ihr Ziel nicht erreicht. Nur massiver Druck durch das Militär und Förderung von alternativen Anbauprodukten brachte die Wende. Heute wird in Thailand kein Mohn mehr angebaut.

Abfalltrennung in den Bergen Thailands, von rechts: der kleine Beutel für Kronenkorken, also Stahl, der schwarze Eimer für gequetschte Alu-Dosen, der erste weisse Sack für Plastik, der zweite für Glas, der Korb für allgemeinen Abfall und untrennbare Verbund-Verpackungen. Super!

Mein Schreibplatz über dem Wasser, erwähnt in meinem letzten Beitrag. Der Grenzfluss ist kein grosses Hindernis für illegale Zuwanderer, die ihr Glück in Thailand finden wollen.

Touristen fahren mit diesen „Slow Boats“ auf dem Mekong zwischen Huey Sai und Luang Prabang, in zwei Tagen mit Übernachtung an Land. Ich genoss die Fahrt vor zwei Jahren auf einem besseren Schiff, mit Übernachtung in einem mitten im Wald am Mekong gelegenen Bungalow-Hotel.

Ausblick auf Terrasse und Mekong, von meiner Cabin im Siam Riverside Guest House in Chiang Khong.

Der Besitzer des Riverside schnitzt an seinem neuen Namensschild. Ein neues Schild ist ein erster Schritt, aber es wäre sonst einiges zu tun hier, am liebsten würde ich gleich anpacken. Viele Thais schauen mit anderen Augen, sehen das offensichtlichste nicht, dabei bräuchte es so wenig und nur einfache Mittel zu erheblicher Verbesserung. Er ist sich dessen nicht bewusst, hatte aber letzte Nacht nur zwei Gäste, mich und einen Engländer.

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01.11.09
Today was a real gluttony day, I had no choice, as I attended a cooking class where we cooked 5 dishes and we eat them all, the last for dinner. The day began at 6.30 am with a visit to the morning market to buy all the ingredients. The dishes were fried noodles with tofu and vegetables, green chicken curry, Thai salad with pork, yellow tofu curry, and pumpkin with sweet coconut milk for dessert.

Als wir um 9 Uhr im Restaurant der Kochlehrerin ankamen, hatte sie die gemeinsam um 06:30 im Morgenmarkt gekauften Gemüse und Kräuter bereits schön angeordnet, wie als Vorlage für ein Still-Leben eines alten Holländers.

Wir kochten 5 verschiedene Gerichte, die wir am Vorabend ausgewählt und besprochen hatten. Wir waren nur 2 Kochschüler, eine Frau im mittleren Alter aus Quebec, Canada, aufgewachsen in Frankreich, wohnhaft in Indien. Sie arbeitet als Kinderbetreuerin, aus eigener Tasche finanziert, im Winter in Orissa, im Sommer einige Monate in einem Dorf bei Leh in Ladakh, auf 3500 m.ü.M.

Unsere Lehrerin Joyce legte mit ihrer Helferin die Zutaten jedes Gerichtes auf Bananenblättern bereit und erklärte, was alle waren und weshalb sie im Rezept dabei seien. Dann war es an uns Trainees, zu schälen, zu schneiden und zu hacken, alles schön gemäss Anleitung. Nach dem mis-en-place verschoben wir uns jeweils vom Restaurant in die Küche und es ging ans Kochen. Das Bild oben zeigt die Zutaten für ein vegetarisches Pad Tai, gebratene Nudeln mit Tofu und Gemüse.

Als erstes wurden die Cashew Nuts gold-braun geröstet, in reichlich Palmöl, das aber anschliessend grösstenteils zurück gelehrt wurde, nicht dass Leser glauben, alles Öl sei für die Nudelbraterei verwendet worden.

Das zweite Gericht war Gaeng Keaw Wan Gai, grünes Curry mit Huhn, natürlich auch mit Gemüse, vorwiegend weisse runde Auberginen von etwa 4 cm Durchmesser und ganz kleine grüne Auberginen, etwas in der Grösse von Kichererbsen. Die letzteren wachsen an Tratten, ähnlich wie Trauben.

Ein Blick in die Küche, die Vegetarierin Nathalie am Kochen von gelbem Tofu Curry.

Fliessendes Wasser gibt es nur draussen auf der Veranda, eher einem Söllergang, direkt aus einem PVC-Rohr mit Industriehahn. Von Zeit zu Zeit wird eine grosse Kunststoff-Wanne mit Wasser gefüllt und von dort nach Bedarf in einen Krug geschöpft und in die Küche gebracht. Das Geschirr wird auf dem Söller gespült, das Abwasser über das Geländer in den Garten gegossen.

Joyce und ich sind hinter Gittern, aber nicht im Knast, aufgenommen von aussen durch das Küchenfenster. In der Pfanne köchelt das Dessert, Kürbis in Kokosnussmilch, gesüsst mit Palmzucker, sehr lecker.

Den Yellow Tofu Curry und das Dessert konnten wir nicht mehr essen, der Bauch war nach 3 Gerichten zu voll. So assen wir es dann am Abend aufgewärmt zum Znacht, nach der langsamen Abkühlung und dem wieder Aufkochen schmeckte das Curry vielleicht noch besser, wie in meiner Kindheit die Eintöpfe aus dem Ofenrohr oder wie die Gerichte der Crocky-Blogger.

Während der gesamten Kurszeit von 09:00 bis 15:00 kam nicht ein einziger Gast ins Restaurant, was uns Schülern recht sein konnte. Ich genoss den Tag sehr und bin froh, einen Kochkurs nicht in Chiang Mai belegt zu haben, bei dem, wie ich auf Werbefotos sah, ein halbes Dutzend Personen in Reihe am Kochen sind.

Joyce’s Restaurant „Ban Bon Doi“, in dem der Kochkurs stattfand. Als Begleitmusik zum Rüsten und Kochen hörten wir ab CDs sanfte ruhige Musik, teils auf traditionellen Thai Instrumenten gespielt, teils von Thai singer song writers, teils westliche Cafe Bar Musik.

Die 5 Rezepte werde ich in nächster Zeit der Reihe nach in meinem Kochblog vorstellen.

Lichterfest

Jetzt, beim Schreiben dieses Beitrags – es ist 18:30 und bereits dunkle Nacht- sitze ich an einem überdachten Bambussitzplatz auf Stelzen, über dem zügig fliessenden Wasser des kleinen Flusses Nam Ruak, der Thailand und Myanmar in Mae Sai trennt. Er ist nur etwa 20 m breit, kein Wunder also, dass sich in Thailand so viele illegale Einwanderer aus Myanmar aufhalten. Ein kleines Flösschen schwimmt vorbei, etwa 20 cm Durchmesser, mit einem flammenden Lichtlein und glimmenden Räucherstäbchen oben drauf. Etwas weiter unten am Fluss wird Feuerwerk abgebrannt. Heute, in der 9. Vollmondnacht nach buddhistischem Kalender, ist Feiertag, das Lichterfest, wie vor 2 Jahren bei den 4000 Islands in Laos mit Hunderten von Lichtschiffchen auf dem Mekong.

Nachtrag 06:15 am nächsten Tag: Bei meinem Rundgang ins Städtchen, zum Nachtessen, sah ich Hunderte von Leuten mit dekorierten Schiffchen, mit je einer Kerze drauf, zum Fluss gehen, um diese dann achtsam dem Wasser zu übergeben. Am Bootssteg und an einer zugänglichen Böschung standen die Leute Schlange, bis sie an die Reihe kamen. In der Nähe der zwei „Einschiffungsstellen“ verkauften Händler Flösschen an diejenigen, die keine Lust oder keine Zeit hatten, selbst eines zu basteln. Im Sortiment waren auch papierene Heissluftballons. An Marktständen wurden gegrillte Spiesschen mit Fleisch, Wurst oder kleinen Klössen feilgeboten. Im Laufe des Abends waren Hunderte der etwa einen Meter hohen Heissluftballons am Himmel zu sehen, hochgehoben durch zünftige Feuerchen im unten angebrachten Drahtring. Sie schwebten weit hoch und waren noch lange zu sehen. Manche hatten unten an einer Schnur Feuerwerk angebunden, das kurz nach dem Start in nicht allzu grosser Höhe als Sternenregen losging.

Weitere Fotos meiner Reise sind hier http://picasaweb.google.com/houdini49 in mehreren Picasa-Alben (zum Ansehen der Fotos auf das entsprechende Albumbild clicken).
Further photos of my trip are here http://picasaweb.google.com/houdini49 in various Picasa albums (click on the respective album picture to see the photos).

A woman of the Akha ethnic minority in her traditional garb at the Mae Salong morning market.

Summary of recent days

27.10.09
Flights Yangon – Bangkok – Chiang Mai

28.10.09
Start of my 2nd motorbike trip, this time with a newer Kawasaki 250cc
Chiang Mai – Chiang Dao – Arunothai – Doi Ang Khang, 186 km

29.10.09
Around Doi Ang Khang (1500 to 1900 m above sea level), 29 km, Stand 215 km
30.01.09
Doi Ang Khang – dead end at a check-point, no way through restricted territory – Fang -Tha Ton – Doi Mae Salong, 138 km, Stand 353 km

31.10.09
Roundtrip to Toen Thai, 63 km, Stand 416 km
The 58 km road from Mae Salong, a Chinese village in Thailand where I am staying now, to Thoen Thai and back is world class biking territory, bend after bend, always up and down. On the way I stopped at a tea plantation and processing factory, quite interesting. Thoen Thai, formerly named Ban Hin Taek, was in the sixties and seventies the headquarter of infamous drug warlord Khun Sa, who controlled a large area in the Golden Triangle and supplied heroin exceeding the total consumption of the USA.

Mae Salong ist ein langes Strassendorf in den Bergen mit wenigen von der Strasse entfernt liegenden Häusern. Die Mehrheit der Bewohner sind Chinesen, Nachfahren der Kuomintang-Soldaten, die nach der Machtübernahme durch die Kommunisten aus China geflüchtet sind. Auch ein Teil der Akha, die in primitiven Siedlungen um Mae Salong leben, sprechen Chinesisch, diese kamen aber früher hierher. Ihre ersten Siedlungen entstanden zu Beginn des letzten Jahrhunderts. Das Chinesisch der Akha verstehe ich besser als das der Dorfbewohner, ich habe in den 17 Jahren seit unserem Wegzug aus Taiwan ohnehin das meiste vergessen.

Bei dieser Teeplantage und -verarbeitung verblieb ich für etwa eine Stunde. Am Eingang zur Fabrikationshalle stand gross „STAFF ONLY“, aber eine Frau winkte mich zu meiner Freude herein.


Die frisch gepflückten Teeblätter müssen zuerst welken. Dies geschieht traditionell durch Auslegen auf Matten, wie wir es während der 3-Tageswanderung sahen, oder wie hier in Drehöfen durch leicht erwärmte Luft beschleunigt (oben links). Die gewelkten Blätter sind noch feucht. Der Arbeiter gab mir einige Blätter, ich roch daran, mit anerkennendem Smile, und er deutete mir, ich solle sie kauen. Sie schmeckten recht interessant, würde man bei Wein sagen (oben rechts). Die Ofenladung wird in einen Beutel aus kräftigem Tuch gegeben und auf einer Maschine stark zugedreht, gepresst (mittig links). Die Kugeln sind sehr hart und recht schwer, von dem was der Mann sagte verstand ich nur 15, vermutlich kg schwer (mittig rechts). In Maschinen werden die Teeballen lange Zeit gequetscht. Die untere Scheibe dreht sich, die Ballen werden im Kreis abgerollt. Ein Teil des Saftes tritt aus, was die Oxidation beschleunigt und dadurch den Geschmack des Tees verändert. Durch gezieltes Quetschen werden verschiedene Charakteristiken des Tees erreicht.

Pflückerinnen warten im Fabrikhof auf ihren Einsatz. Sie waren bereits bei meiner Ankunft da und warteten nach einer Stunde immer noch auf das komplette Abtrocknen des Morgentaus. Gepflückt werden die oberste Spitze und die nächsten 2 Blätter der Zweige.

In dieser Gegend wird hauptsächlich Tee der Art „Oulong“ hergestellt. Oulong oder Oolong wird nur teilweise fermentiert, d.h. die Oxidation wird durch das anschliessende Trocknen abgebrochen. Grüntee ist praktisch unfermentiert und hat einen etwas grasigen Geschmack, während der bei uns übliche Schwarztee voll ausfermentiert ist und rötlich wird. Der Aufguss von Oolong ist gelb, heller oder dunkler und verschieden im Geschmack, je nach Fermentationsgrad.

An der Strasse stehen viele Speicher mit getrockneten Maiskolben. Reis wird hier, wegen der hohen Lage, sehr wenig angebaut und nur Bergreis mit Trockenaussaat in Schräglage, keine Reisterrassen.

Stördrescher mit mobilen Dreschmaschinen, angetrieben mit Dieselmotoren, fahren von Bauer zu Bauer, von Speicher zu Speicher. Die Riesenberge von entkernten Kolben werden als Brennstoff wieder in die Speicher zurückgegeben.

Es wird kalt hier im Winter, sogar jetzt ist es am Morgen und am Abend zu kühl, um ohne Windjacke oder Pullover draussen zu sitzen. Auf 1600 m.ü.M. in Doi Ang Khang, meiner letzten Station, hatten sie letztes Jahr Frost, Raureif und Eis auf den Strassen.

Zwei der Wunderkurven auf der schön gebauten Strasse. Reisen per Motorrad ist wirklich super, die Fahrt von A nach B wird zum Genuss, ich kann anhalten, wo immer ich will. Die Alternative ist ein voll gepferchter Pick-up, der an den schönsten Stellen vorbeifährt.

26.10.09
The entire afternoon of my last day in Myanmar I spent at Shwedagon Pagoda, a huge complex with the large main stupa, some temples and pagodas and numerous smaller stupas. The weather was not the best for taking pictures, but towards sundown it cleared up. The main stupa is under renovation to renew the real gold layer on the lower section that is now brown from the lacquer primer.

Im grossen Areal der Shwedagon Pagode verbrachte ich den ganzen Nachmittag meines letzten Tages in Myanmar.

Ich mag die Ruhe, die dort herrscht und liebe es, eine halbe Stunde oder mehr an einem Ort zu verweilen und den Leuten zuzuschauen, dann wieder etwas umher zu schlendern, um mich in eine andere Ecke zu setzen.

Für jeden der 7 Wochentage stehen rund um die Haupt-Stupa verteilt kleine Schreine mit den zugehörigen Buddhas, Figuren und Tieren. Der Wochentag, an dem die Gläubigen geboren sind, entscheidet, an welchen Schrein sie gehen müssen. Ich müsste zum Samstags-Schrein, mit dem Drachen als zugehörigem Tier, und ich müsste Rosen kaufen und hinlegen. Zu jedem Tag gehört eine Sorte Pflanzen oder Blätter, für einen Tag gar nur Gras oder irgendwelche grüne Blätter. Erstaunlich ist eines der Tiere, das aussieht wie ein Meerschweinchen, und sie sagen ihm auf Englisch auch entsprechend „guinea pig“. Meines Wissens stammt das Meerschweinchen aus Südamerika. Wurde es erst eingeführt Kolumbus, Pizarro, etc.? Das Mädchen giesst mehrmals Wasser aus dem davor stehenden Brunnen über alles, was am Schrein ist, über den Buddha, die Maus und die anderen Figuren. Alle machen dies so, auch Helen und ich beim Besuch vor 2 Jahren.

Viele sitzen stundenlang am gleichen Ort, beten, meditieren, manche lagern auch und reden miteinander oder machen Vesper.

Vor 2 Jahren war wegen der Initiierungs-Zeremonien für Novizen auf Zeit viel mehr Volk im Areal. Praktisch jeder Junge geht temporär für eine oder mehrere Wochen als Novize in ein Kloster und lebt während dieser Zeit nach den Mönchsregeln, Essen, Kahlschnitt, usw.

Freiwillige wischen den Boden und nehmen ihn feucht auf, d.h. sie verstreichen eher den Schmutz gleichmässig. Einigermassen sauber sieht es trotzdem aus nachher. Ich sah auch Leute, die den Boden intensiv mit Bürste und Netzmittel reinigten, siehe Picasa.

Gestern bin ich gut von Yangon via Bangkok direkt nach Chiang Mai geflogen, habe mein Motorrad abgeholt und bei einem letzten Besuch bei der Zahnärztin 3 Zwischenräume ausschleifen lassen, damit ich besser fädeln kann und die Zahnseide nicht mehr reisst. Heute, am 28.10. werde ich in Kürze auf eine längere Motorradtour ins Goldene Dreieck nahe der Grenze zu Laos und Burma losfahren.

Weitere Fotos meiner Reise sind hier http://picasaweb.google.com/houdini49 in mehreren Picasa-Alben (zum Ansehen der Fotos auf das entsprechende Albumbild clicken).
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24.10.09
Photos of my last day in Nyaung Shwe. I arrived at Lake Inle on Oct 05 and left on Oct 25, stayed 2 nights at Paradise Hotel, 2 nights at the Silk Weaving Workshop on the lake, 2 nights in the mountains, and 14 nights at Aquarius Guest House.

Ich sah viel weniger Nonnen als Mönche am Inle See. Auch Nonnen und Novizinnen lassen sich den Kopf kahl rasieren, haben sich an die gleichen Regeln zu halten wie die Mönche, und auch sie bitten an Shops und Marktständen um Almosen, dh vorwiegend Geld, leiern nach Erhalt ihre guten Wünsche und den Segen herunter.

Kutscher mit ihren Pferdewagen warten in der Nähe des Marktes auf Kundschaft.

Kaum war ich vom Rad gestiegen, kam ein Spieler, lud mich zu Tee und Samusa ein und erklärte mir das Spiel. Die Wettkämpfe werden in diversen Disziplinen durchgeführt. Diese Freunde nehmen als 6er-Mannschaft teil, es gibt aber auch Einer, Zweier und Dreier.

Wettkampf-Beispiel: Das Team hat 5 Minuten Zeit, einmal die Aufgabe zu erfüllen, dass jeder der 6 Spieler den Ball nur einmal berührt, hinter sich mit der Ferse hoch kickt und der Ball dabei nie den Boden oder andere Körperteile berührt.
Schwieriger sei die Variante, wo der Ball gleich wie beschrieben rumgereicht werden muss, aber erschwerend nur hinter sich mit der Fusssohle gekickt werden darf. Es gäbe x Varianten. In Mandalay gäbe es einen Einzel-Spieler, der könne den Ball über 400 mal hoch kicken und dazwischen eine Drehung um die eigene Achse machen, das gleiche könne er über 200 mal mit Fersenkicks.

Die 19-jährige Wi schreibt sich in Englisch „V“, arbeitet im Green Chilli Restaurant und studiert als Fernstudentin, das hier „distance learning“ heisst, Geographie und Pädagogik an der Uni von Taunggy. 35 Tage im Jahr muss sie an die Uni, für Intensiv-Kurse, Übungen und die Examen, die restliche Zeit ist Selbst-Studium.

Sie ist die freundliche Serviererin, die ich in einem früheren Bericht den Holländern ohne Manieren gegenüber gestellt habe. Lehrerin möchte V werden.

Hier werden handgefertigte Schnurspulen für das Drachenfliegen angeboten. Der kleine Shop hat ausschliesslich Drachen-Zubehör im Sortiment. Ob es für einen kargen Lebensunterhalt reicht?

Obwohl ich für Touristen ungewöhnlich lange hier am gleichen Ort verbracht hatte, oder vielleicht gerade deswegen, fuhr ich am Sonntag mit etwas Wehmut an den Flughafen in Heho. Ich hatte unvergessliche Erlebnisse während diesen gut 3 Wochen und werde mit der Gegend und einigen Menschen dort verbunden bleiben.

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23.10.09
This blog entry is about Sue and her family and how and where they live. Helen and I know Sue and one of her daughters from our visit to Lake Inle in 2007. She was our tour guide for a couple of days.

Sue genierte sich beim Fotografieren, sie habe heute viel Tanaka aufgetragen, den burmesischen Sonnenschutz und Kinder- und Frauen-Zier.

Helen und ich kennen Sue von unserem Aufenthalt am Inle See vor 2 Jahren. Wir hatten bei Mutu für einige Tage ein Boot für Tagesausflüge gebucht. Als wir im Inle Resort, einem Erstklass-Hotel am See, am ersten Morgen an den Bootssteg gingen, stand Sue dort, sagte, sie sei hergekommen mit unserem Bootsführer, vielleicht wollten wir einen Guide, wir könnten ihr etwas zahlen dafür oder auch nicht, wie wir es für richtig hielten. So begleitete sie uns denn während der Tage am See.

Sue mit ihren beiden Töchtern und 2 Brüder mit Familien wohnen im Haus der Eltern, die beide verstorben sind.

Im gemauerten Haus ist das Wohnzimmer für alle 3 Familien, abgetrennt ein Schlafraum für Sue und ihre Töchter, sowie ein Raum für die derzeit nicht anwesende Schwester.

Die beiden Brüder wohnen mit ihren Familien in 2 einfachen Bambushäusern, die als Schlafzimmer dienen. Jede der 3 Parteien hat ihre eigene „Küche“.

Das ist Sue’s Küche, einfacher geht’s kaum. Hier von links: eine Nachbarin, Sue, die Frau des jüngeren Bruders und Nih Lah, die Frau des älteren Bruders, die gerade auf Sue’s Holzkohlen-Kochstelle Fleischklösse frittiert. Sue ist die älteste der 4 Geschwister.

Das Bad der Grossfamilie. Noch die Eltern hatten ein Rohr etwa 30 Meter tief in den Boden treiben lassen, aus dem mit einer Handpumpe das Wasser hoch gefördert wird. Der runde Zementtank steht erst seit 2 Wochen. Sue sagte, sie habe ihn aus meinem Führerlohn für 20 Franken kaufen können. Der Lieferant habe den Tank aussen mit Holzlatten verschalt und auf der Strasse bis zu ihr hergrollt. Vorher hätten sie das Wasser nur immer eimerweise hoch gepumpt, das sei bei der „shower“ (Dusche), wie sie es nennen, wenn sie sich waschen, recht mühsam. Heute können sie Wasser mit einer Schale aus dem Tank schöpfen und über sich giessen.

Ein Mädchen aus der Nachbarschaft im Wohnzimmer. Nachbarsfrauen und -Kinder sind häufig in und um das Haus, es ist ein Kommen und Gehen, die Nachbarn sind viel mehr miteinander verbunden als bei uns.

Fotos von Sue’s Töchtern sind im Picasa-Album über das Indein-Festival.

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23.10.09
Today I visited a vinery near Nyaung Shwe, one of two in Myanmar. It is owned by a company of the Pao National Community and run by a French oenologist. To my surprise they use excellent stainless steel equipment from Italy. The entire vinery was planned by a Swiss engineering company, and the wine is quite nice, of a good mid level quality.

Heute besuchte ich ein Weingut in der Nähe von Nyaung Shwe. Ich fuhr mit dem Velo hin, allerdings erst nach einem weiten ungewollten Abstecher wegen des missverstandenen Wegweisers, aber das schafft Kondition und verbrauchte Kalorien, auch gut. Zu meiner grossen Überraschung arbeiten sie mit bester Ausrüstung, alles italienische rostfreie Tanks, gekühlt.

Beim Weingut sind 20 ha Rebland und etwa 10 km entfernt weitere 55 ha, total 75 ha, mit je 5500 Rebstöcken pro ha, also total 412′500 Stück. Gepflanzt wurden die ersten 2003, dann etwas 2004 und der grosse Rest 2005, alle Pflanzen importiert aus Frankreich. Die blauen Traubensorten sind mehrheitlich Shiraz, weniger Pinot Noir und Tempranillo, die weissen hauptsächlich Sauvignon Blanc und etwas Muskateller. Die Erträge sind gering, bei Shiraz etwa 1 kg/Stock, bei den anderen maximal 0.5 kg/Stock. Der Zuckergehalt sei super, zu hoch, mit Potential für über 16% Alkoholgehalt, und er müsse mit Wasser verdünnen für etwa 13% Alkohol, die Gärung käme sonst vor dem Ende zum Stillstand wegen des hohen Alkoholgehaltes.

Da freut sich der Chemie-Ingenieur in mir, rostfreies Rohrmaterial und Hahne bereit zum Einbau.
Die gesamte Kellerei wurde von einer schweizerischen Firma aus Sierre geplant und als Generalunternehmer geliefert. Leider ging die Firma kurz darauf in Konkurs, so musste der französische Weinfachmann, der seit Beginn dabei ist, alles in eigener Regie aufbauen und in Betrieb nehmen.

Ein kleiner Teil des Weins, vom besten, wird in Barriques ausgebaut. Die Eichenfässer sind aus Ungarn, seien aber genau so gut wie französische Eiche und günstiger. Die Fässer lagern in einem isolierten und gekühlten Schiffs-Container.

Eine neue Abfüllanlage und eine Etikettiermaschine stehen bereit zur Inbetriebnahme. Der Franzose wird für eine Woche nach Frankreich fliegen, um sich in Unterhalt und Betrieb der Maschinen ausbilden zu lassen. Für die nächste Ernte seien sie dringend benötigt, denn er rechne mit etwa 90′000 Flaschen, das wäre etwas viel für die Abfüllung mit dem simplen Apparat, der bis jetzt in Betrieb gewesen sei.

Ich durfte direkt aus 2 Kühltanks degustieren. Der 7-monatige Cabernet Sauvignon war, wie für Sauvignon typisch, kräftig in der Nase und schmeckte gut. Der gleich junge Pinot/Tempranillo war bereits sehr angenehm zu trinken. Shiraz kam nicht zur Degustation, ich kaufte aber eine Flasche, um sie in Yangon mit Rolf zu trinken.

Beim Kühltank mit Sauvignon ging der Franzose wegen des Natels kurz nach draussen. Die Folge war ein randvolles Glas aus dem Zapfhahn, Gelegenheit macht Diebe.

Geschnitten würde anders als in Frankreich. Er müsse 8-10 Triebe behalten und 5-6 Augen an den Trieben lassen. Das habe er erst über die Jahre herausgefunden. Es wird auch mit 2 Reihen Doppeldrähten gearbeitet und eingefädelt, überstehendes würde von Hand abgeschnitten, nichts würde entfernt, weder überzählige Tratten noch Geize, er habe ja mehr als genügend Zucker. Wegen der starken Sonneneinstrahlung wird auch nicht ausgelaubt.

Da es hier in Burma keinen Winter gibt, erhalten die Reben auch keine Ruhepause, sie wachsen immer. Der Jahreszyklus wird durch den Zeitpunkt des Schneidens bestimmt. Pro Jahr finden 2 Schnitte statt, einmal am Anfang der Regenzeit, im April, einmal am Anfang der Trockenzeit, im September. Während der Regenmonate wachsen keine Trauben, nur Triebe und Laub, es sei zu nasses und zu trübes Wetter. Nach dem Septemberschnitt regnet es bis Ende Oktober hin und wieder, wie ich es auch erlebte, ab November ist jeder Tag wie der andere, wolkenloser blauer Himmel mit starkem Sonnenschein, jetzt gibt es Trauben. Bewässert würde über Schlauchsysteme direkt an die Pflanzen, relativ wenig.

Das Weingut gehört der Ruby Dragon Company, einer Firma der nationalen Organisation der Volksgruppe der Pao. Der oberste Chef sei der zweithöchste Pao, neben dem spirituellen Führer, der die Nummer eins sei. Die Firma besitzt Rubin- und Saphirminen, ein Luxus-Hotel am Ngapali Beach, eine Zementfabrik und einiges anderes. Eine Goldmine werde in Kürze eröffnet oder übernommen, sagte der Franzose.

Sue sagte, der Chef sei berühmt und angesehen in Myanmar, er sei arm gewesen und hätte als Jadesucher gearbeitet. Da hätte er den weltweit grössten Jadeklumpen gefunden und ihn der Regierung geschenkt. Dadurch sei er bei den Pao in die Führungsebene gekommen, die Regierung ebne ihm seitdem alle Wege und gebe ihm und der Organisation der Pao viele geschäftliche Möglichkeiten. Vermutlich besteht auch ein Zusammenhang mit dem Friedensabkommen zwischen den vormaligen Pao-Rebellen und dem Militär, nehme ich an.

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22.10.09
I never really wanted to go there, but taking advantage of car sharing I finally did visit the famous Cave at Pindaya with its thousands of golden Buddha images. The visit was successful to kill time and money, and I would rather skip this than Angkor, although the scenery was nice.

In der Bergwand oberhalb von Pindaya sind in einer Kalksteinhöhle tausende goldener Buddhas in allen Grössen abgestellt wie in einer unebenen Lagerhalle, ein weiteres Beispiel von auf Abwege gelangter Religiosität, Auswuchs einer irrigen Interpretation des Buddhismus. Die Buddhas wurden mehrheitlich von Leuten aus Myanmar gespendet, aber auch aus aller Welt, Dr. Schreiber aus Germany, Mr. Yamamoto aus Japan, usw., sogar Schweizer, die Tafeln an den Figuren zeugen davon. Ein Buddha-Labyrinth gibt es auch, kein Witz, angeschrieben „Maze“.

Aussen vor der Höhle ist eine grosse Anlage mit 3 gedeckten Aufgängen gebaut worden, sogar einen Lift mit Glasverschalung gibt es hier, dafür haben sie Geld, vielleicht von den 3$ Eintrittsgeld für Ausländer.

Als ich einmal fallen liess, das Zutrittsgeld an den Inle See gehe wohl zur Militärregierung in die Hauptstadt und werde nicht vor Ort investiert, wurde mir beruhigend gesagt, nein, das Einziehen des Zutrittsgeld sei unter direkter Aufsicht des zweithöchsten Generals im Land. „Wenn Du den Inle See nimmst, dann will ich Bagan und Fritz kann den Golden Rock haben.“ So läuft doch hier der Hase.

Die Landschaft um Pindaya wird auch Burmesische Schweiz genannt, nicht abwegig beim obigen Bild, nur wäre bei uns anstelle des Bergreises ein Weizen- oder Rapsfeld. Die Fahrt im Auto des Besitzers des Guest Houses, gefahren von seinem Sohn, war lang, dauerte für die 92 km gut 2.5 Stunden, auf dem Rückweg wegen eines festgefahrenen LKWs noch länger.

Der Fahrer und sein Helfer montierten eine schwere Welle mit Kreuzgelenk, die sie dabei hatten, als Differentialsperre zwischen die hinteren Antriebsräder, aber die Räder drehten weiter durch. Nach etwa einer Stunde Wartezeit liessen sie E Tut den Wagen zwischen LKW und Büschen durch den Matsch zirkeln und rutschen.

Die beiden deutschen Frauen verdienen volle Anerkennung für ihre Leistung, super, grossartig. Sie hatten die Räder vor der Reise über Internet in Mandalay gemietet und fuhren von dort über Meiktila, Thazi und Kalaw nach Nyaung Shwe an den Inle See, wo sie auch im Aquarius Guest House untergebracht waren. Hier sind die beiden auf dem Weg nach Pindaya, wir noch am Warten. Wir sagten, vielleicht würden wir uns am Abend in einem Guest House in Pindaya wieder treffen, falls der LKW nicht frei käme. Alternativstrassen gibt es keine, diese hier ist die Landstrasse, auf der Karte rot und fett eingezeichnet.

Das kleine Mädchen schmiegt sich an den schützenden Rockzipfel oder dicken Bauch der Mutter. Hier, vor einer kleinen Hütte, machten wir Rast, tranken Tee und assen frittiertes Knabberzeug aus gestampften Bohnen, Reismehl und Wasser.

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